Batsheva Dagan

Gesegnet sei die Fantasie - verflucht sei sie!

Erinnerungen an "Dort"
Cover: Gesegnet sei die Fantasie - verflucht sei sie!
Metropol Verlag, Berlin 2005
ISBN 9783936411706
Gebunden, 120 Seiten, 16,00 EUR

Klappentext

Aus dem Hebräischen von Yona Avni. Mit Illustrationen von Yaakov Gutermann und einem Nachwort von Constanze Jaiser. Batsheva Dagans Gedichte sind eine Erinnerung an ihre Erlebnisse als junges Mädchen im Konzentrationslager. Auch wenn sich Poesie und KZ auszuschließen scheinen, so haben Verfolgte gerade während der Haft lyrische Zeugnisse verfasst, weil sie die Schrecken des Erlebten in dieser besonderen Form ausdrücken wollten. In einer bildreichen, direkten Sprache, die auch für Jugendliche verständlich ist, gibt die Autorin im Rückblick Antworten auf die Frage, was es bedeutete, unter den Bedingungen von Verfolgung und Konzentrationslager zu leben. Die Illustrationen von Yaakov Gutermann begleiten ihre Schilderungen, sodass in der sehr persönlichen Zwiesprache von Gedicht und Bild zugänglich wird, worin das Ungeheuerliche des Holocaust bestand.

Rezensionsnotiz zu Frankfurter Rundschau, 11.01.2006

"Wirklicher als die Wirklichkeit" findet es Dagmar Pöpping, wie Batsheva Dagan ihre Zeit in den Konzentrationslagern von Auschwitz und Ravensbrück dichterisch umschreibt. Dagan hat die Gedichte von Mithäftlingen auswendig gelernt und sie mit eigenen poetisch gehaltenen Beobachtungen und Erinnerungen ergänzt. In "einfacher" Sprache schildere Dagan Szenen "vollständiger körperlicher Erniedrigung". Zugleich seien die Gedichte eine "Hommage an die tröstende Kraft der Imagination". Pöpping verspürt bei Dagan zudem das "unabgegoltene Verlangen" nach einer Bestrafung der Schuldigen, die damals von der deutschen Nachkriegsjustiz zum allergrößten Teil entlastet wurden.
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