Barbara Bongartz

Die Schönen und die Reichen

Roman
Cover: Die Schönen und die Reichen
Weissbooks, Frankfurt am Main 2011
ISBN 9783863370053
Gebunden, 320 Seiten, 19,90 EUR

Klappentext

Boy, ein ehemals erfolgreicher Biograf mittleren Alters, steht nach dem Flop seiner letzten beiden Bücher vor dem Nichts. Da erhält er eine Chance, die Chance für einen Neuanfang. Ina von Mallind wünscht sich einen Ghostwriter für ihre Memoiren: über ihr Leben an der Seite des größten musikalischen Genies des 20. Jahrhunderts. In Mallinds Haus gerät Boy in die Kulisse der Schönen und der Reichen. Aber was als "Dallas in Bayreuth" beginnt und über Stationen an der Cote d'Azur und Berlin zu einem Finale in Florenz führt, erzählt tatsächlich nicht die Biografie einer spektakulären Frau, sondern von zwielichtigen Charakteren, von Demütigung, Überlebenswillen und der Droge Erfolg sowie dem verzweifelten Versuch jedes Einzelnen, mithilfe von Geld sich und sein Leben zu behaupten.

Rezensionsnotiz zu Frankfurter Allgemeine Zeitung, 08.10.2011

Ganz angetan zeigt sich Rezensent Lorenz Jäger von Barbara Bongartz? neuem Roman "Die Schönen und die Reichen". Dass sich die Geschichte bei all dem hier beschriebenen Luxus zunächst wie eine "aufgepeppte Kunstversion der Gala" liest, stört den Kritiker keineswegs, denn hinter der glanzvollen Oberfläche hat er weitaus mehr entdeckt. Im Mittelpunkt steht ein bereits an allzu großer Effekthascherei gescheiterter Schriftsteller, der als Ghostwriter die Biografie der kapriziösen Dirigentenwitwe Ida Mallind schreiben soll. Daneben begegnet dem Kritiker eine Kunsthistorikerin, die bei den Vorbereitungen zu einer Mallind-Ausstellung nicht nur beginnt die Exponate, etwa ein mit Diamanten besetztes Hakenkreuz, zu stehlen, sondern bald einen perversen Fetisch für die Gegenstände entwickelt. Am meisten aber hat Jäger überzeugt, wie die Autorin hier den aktuellen deutschen Umgang mit der nationalsozialistischen Vergangenheit beleuchte: statt analytischer Aufarbeitung stehe vielmehr der "kulturindustrielle Schick" im Vordergrund.
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