Daniel Zahno

Die Geliebte des Gelatiere

Roman
Cover: Die Geliebte des Gelatiere
Weissbooks, Frankfurt am Main 2009
ISBN 9783940888358
Gebunden, 197 Seiten, 16,80 EUR

Klappentext

Seit frühester Kindheit fasziniert Alvise das Eis. Mit seiner ersten Liebe, Noemi, leckt er Vanille-Eis, als Schüler hilft er in einer Gelateria aus. Später wird er, nach einigem Hin und Her, selbst Gelatiere. Er hat Talent und gewinnt die Coppa d'Oro, eine Art Oscar für den besten seiner Zunft. Und doch ist Alvise nicht glücklich. Nach einer schweren Krise entschließt er sich, nach seiner einstigen großen Liebe zu suchen: der schon seit langer Zeit verschwundenen Noemi. Und er findet sie - in Amerika. Aber lässt sich nach über zwanzig Jahren die alte Vertrautheit wiederherstellen? Lässt sich das Rad der Zeit zurückdrehen?

Rezensionsnotiz zu Neue Zürcher Zeitung, 24.02.2009

Zwischen Romanze und Schnulze ordnet Roman Bucheli diese Lektüre ein - eine Klassifizierung, die keineswegs negativ gemeint ist. Vielmehr freut sich der Rezensent über die Leichtigkeit des Romans, in der "wohltuende Ironie" an die Stelle von Genre-Klischees trete. Erzählt wird in Daniel Zahnos "Die Geliebte des Gelatiere", so erfährt der Leser der Rezension, die Geschichte des Venezianers Alvise, der nach dem Studium - zum Entsetzen des Vaters - eine Laufbahn als Gelatiere, also Eismann, einschlägt. An seinem 32. Geburtstag beschließt Alvise nun, ein völlig neuer Mensch zu werden und geht nach New York. Wo er seiner Kindheitsliebe Noemi über den Weg läuft. Das ganze ist ein bisschen Trash und ein bisschen Drama, befindet der Rezensent, versehen mit Andeutungen und literarischen Verweisen, die das Buch in eine "tänzelnde Schwebe" brächten. Einzig die Verwendung stereotyper Adjektive gibt dem Rezensenten letztlich noch Anlass zu ein wenig Kritik.

Rezensionsnotiz zu Frankfurter Allgemeine Zeitung, 13.02.2009

Die bisherigen Taten des Autors in Ehren, aber was Daniel Zahno hier vorlegt, hat für Sarah Elsing mehr von einem Softporno aus dem Groschenromansegment als von einer Parodie. Dass der Autor mit Genuss über kackende Riesenpudel schreibt, kann Elsing ihm noch verzeihen. Wie der Autor dermaßen gekonnt an den Möglichkeiten des Plots und den sich aufdrängenden Vorbildern (Venedig, Thomas Mann!) vorbeisegeln kann, ist ihr allerdings ein Rätsel. Von Poesie keine Spur, meint die Rezensentin, stattdessen Klischees und ein eklatanter Mangel an Witz.
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