Aus dem Japanischen von Thomas Eggenberg. Nach einem schweren Unfall und dem Verlust ihres Geliebten ist Sayoko nicht mehr sie selbst. Sie hat das Zwischenreich der Geister betreten und Geheimnisse der unsichtbaren Welt erfahren. In der Tempelstadt Kyoto lernt sie allmählich das Leben so zu akzeptieren, wie es ist: voller Ungewissheiten und Rätsel, dem Tod immer nahe, ob man jung ist oder alt. Aber sie begreift auch, wie einmalig und geheimnisvoll das Diesseits ist.
Rezensionsnotiz zu
Frankfurter Allgemeine Zeitung, 19.11.2016
Für Rezensent Steffen Gnam ist der bereits 2011 im Original erschienene Roman "Lebensgeister" Banana Yoshimotos bisher "japanischstes" Werk. Die warmherzig und sentimental erzählte Geschichte um die achtundzwanzigjährige Sayoko, die im Gegensatz zu ihrem Freund einen Autounfall nur knapp überlebt und durch die Nahtoderfahrung mit wesentlich mehr Sympathie auf ihre Mitmenschen blickt, steckt voll von japanischen Geistergeschichten, Harmonielehre und religiösem Gedankengut, informiert der Kritiker. Zugleich gelingt es Yoshimoto in diesem an bewegenden Bildern nicht sparenden Roman, auch eine gesellschaftskritische Komponente unterzubringen, so Gnam. Für den Kritiker ist Yoshimotos "expressives Plädoyer" gegen die Ausgrenzung des Todes nicht zuletzt ein "Requiem auf die Toten Fukushimas".
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