Diese Arbeit beschreibt praxisnah die rechtliche Stellung des Theaterintendanten. Seit 35 Jahren ist im deutschsprachigen Raum keine wissenschaftliche oder praktische Arbeit zu diesem Thema erschienen. Es wird konkret auf die Erfahrungen von heute tätigen Intendanten und Kulturpolitikern eingegangen. Die Arbeit hält für die Praktiker Antworten bereit, gibt aber auch dem interessierten Laien einen Einblick in die rechtlichen und praktischen Probleme des Theateralltags. Der Autor konnte seine Erfahrungen aus der Tätigkeit als künstlerischer Planungsdirektor der Finnish National Opera in Helsinki für diese Arbeit nutzen. Die Arbeit konzentriert sich auf Intendanten von staatlich finanzierten Theaterbetrieben. Nach einer historischen Einführung wird die mögliche rechtliche Strukturierung der Theater und ihrer Leitung dargestellt. Das Hauptproblem eines jeden Intendanten ist, die Divergenz zwischen Künstlerischem und Kommerziellen (auch Sponsoring) sinnvoll zu bewältigen. Weiter stellt sich die Frage nach dem Verhältnis des Intendanten zur politischen Obrigkeit. Die Pflichten und Kompetenzen des Intendanten sowie sein Anstellungsvertrag und seine Machtposition werden definiert. Im Anhang sind einige wichtige Musterverträge wiedergegeben.
Rezensionsnotiz zu
Neue Zürcher Zeitung, 02.08.2003
Der mit "Th.B." zeichnende Rezensent scheint überrascht, wie leicht verständlich diese Dissertation von Aviel Cahn auch für einen Nicht-Juristen geschrieben ist. Es gehe darin um die Handlungsspielräume eines Intendanten im deutschsprachigen Raum, seine Aufgaben und Befugnisse, auch in Abgrenzung zum Rechtsträger des Theaters. Da dieser Punkt an sich juristisch gesehen nicht außerordentlich ergiebig sei, wie auch der Autor selbst es einräume, sei dieser durchaus bereit, über den Tellerrand hinauszusehen und sich zum Beispiel mit einem Themengebiet wie dem Sponsoring zu befassen, das auch in diesem Kontext wert sei, diskutiert zu werden.
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