AVI

Jenseits des großen Meeres

Band 1: Die Flucht (ab 13 Jahre)
Cover: Jenseits des großen Meeres
Ravensburger Buchverlag, Ravensburg 1999
ISBN 9783473351916
gebunden, 320 Seiten, 15,24 EUR

Klappentext

Maura und Patrick entfliehen der Armut in Irland. Lordsohn Laurence flieht vor seinem brutalen Bruder. In Liverpool begegnen sie sich. Ihr Ziel: Amerika. Aber Laurence hat weder Ticket noch Geld.

Rezensionsnotiz zu Die Zeit, 11.11.1999

Reinhard Osteroth hat beide Bände von "Jenseits des großen Meeres" besprochen, Band 1 "Die Flucht" und Band 2 "Der blinde Passagier": Zwei Bücher über die Emigration aus dem armen Irland ins verheißungsvolle Amerika, aber auch zwei Bücher mit Privatdetekiven und entlaufenen Söhnen böser Lords. "Einfacher Lesestoff für die frühen Freuden am dicken Schinken", meint Osteroth. Der Rezensent lobt die "sorgfältigen Dialoge" und auch, dass sich der Autor Zeit nimmt, um etwa die Häfen des 19. Jahrhunderts eindringlich zu beschreiben.

Rezensionsnotiz zu Süddeutsche Zeitung, 13.10.1999

In einer Sammelrezension bespricht Siggi Seuss vier Abenteuerromane. 1) "Jenseits des großen Meeres" Bd. 1: "Die Flucht" und Bd. 2: "Der blinde Passagier": Seuss fühlt sich bei diesen beiden Bänden AVIs (ein dritter und letzter Band ist geplant) an die Abenteuer-Romane von Dickens, Twain oder Stevenson erinnert, zumindest was Stil und Thematik betrifft. AVI könne es zwar mit der Phantasie der literarischen Vorbilder nicht ganz aufnehmen, Seuss lobt aber die Verknüpfung von Fiktion und Realität als "überaus geschickt". 2) "Boston! Boston!": An diesem Roman lobt Seuss die glaubwürdige Gestaltung des "historischen und biografischen Hintergrunds", kritisiert allerdings die bisweilen mit wenig Phantasie konstruierten Dialoge und die Übersetzung. Jedoch falle diese Schwäche angesichts der Dramatik des Romans kaum ins Gewicht. 3) "Der weite Weg nach Westen": Hier gefällt Seuss besonders, dass der Leser plötzlich feststellt, wie sich Klischees vom Wilden Westen beiläufig in Luft auflösen bzw. einem Blick auf die realen Verhältnisse dieser Zeit weichen. Schön sei auch, dass die Geschichte - obwohl Annie auf ihrer gefährlichen Reise um so manche Erkenntnis reicher werde - frei von "didaktischen Massnahmen" sei.
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