Russell A. Nelson

Teach me

(Ab 14 Jahre)
Cover: Teach me
Ravensburger Buchverlag, Ravensburg 2006
ISBN 9783473352623
Gebunden, 320 Seiten, 14,95 EUR

Klappentext

Aus dem Amerikanischen von Katarina Ganslandt. Nine hat sich verliebt. Unsterblich, unbedingt, grenzenlos. Verliebt in ihren Lehrer Richard Mann. Mann ist neu an der Schule und begeistert durch seine unkonventionelle Art Literatur zu unterrichten, durch sein Aussehen, seine jugendliche Aura. Er ist fasziniert von der Klugheit Nines, lässt sich auf sie ein. Nine verliert nach und nach alle sicheren Koordinaten ihrer Daseinsmatrix und schließlich sich selbst. Dann der harte Aufprall: Richard Mann verlässt sie. Nine gibt nicht auf, verfolgt wie besessen den "Verräter". Erst als sie beginnt, das Geheimnis dieses Mannes, der in ihr Leben einbrach, zu entzaubern, findet sie zu sich selbst zurück.

Rezensionsnotiz zu Frankfurter Allgemeine Zeitung, 20.01.2007

Es wird nicht ganz klar, was Wilfried von Bredow von diesem Buch eigentlich hält. Einerseits konstatiert er "Anfängerfehler", bescheinigt dem Werk andererseits, es habe das Zeug zum "Kultbuch für heranwachsende Frauen". Im Zentrum, lesen wir, steht die fast 18jährige Nine, die nicht, wie von den Eltern zunächst befürchtet, lesbisch ist. Dafür hat sie aber ein Verhältnis mit dem Englischlehrer. Als der dies Verhältnis beendet, wird Nine depressiv, was ihr allerdings die Sprache nicht verschlägt. Gerade diese "verbale Flamboyanz" der Heldin noch bei miesester Stimmung gehört für den Rezensenten zu den problematischen Seiten des Romans. Andererseits konstatiert  Bredow aber auch "Witz" und Scharfsinn und kluge, manchmal freilich auch "uraltkluge" Gedanken. Dies Buch, stellt er fest, "polarisiert die Leserschaft". Wenn man nur wüsste, auf welcher Seite er eigentlich steht.

Rezensionsnotiz zu Süddeutsche Zeitung, 04.10.2006

Die Rezensentin Roswitha Budeus-Budde hat nur Gutes zu berichten. Russell A. Nelsons Geschichte um die Liebe zwischen der 17-jährigen Außenseiterin Nine und ihrem Literatur-Lehrer ist keine gewöhnliche Teenager-Liebesgeschichte. Bemerkenswert findet sie insbesondere, dass Nelson nicht beschwichtigend eingreift, als die Liebe zur unglücklichen Liebe wird und Nine von Rachegelüsten heimgesucht ihrem Lehrer nachstellt und sich auch sprachlich von ihrer anfänglichen distanzierten Kühle in Hemmungslosigkeit wandelt. Dass nur ihr Kindheitsfreund Schuyler, der insgeheim in Nine verliebt ist, sie aus ihrer allmählichen Entfremdung von ihrer Umgebung und ihren Eltern retten kann, sieht die Rezensentin als Beleg für die Vielschichtigkeit des Romans, der die "unterschiedlichen Bedeutungen von 'teach me'" in all ihrer mitunter leidvollen Komplexität veranschaulicht.
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