Aus dem Englischen von Bettina Münch. In ihrer Kindheit haben Fatima und Samiullah in ihrem kleinen afghanischen Dorf miteinander gespielt - doch als Sami von der Uni zurückkehrt und die beiden sich ineinander verlieben, wird ihnen jeglicher Kontakt verboten, da sie unterschiedlichen Glaubensrichtungen angehören. Als sie sich dennoch heimlich treffen, setzen sie eine Kette tragischer Ereignisse in Gang. Ausgerechnet Samis Cousin Raschid, der sich einer fanatischen islamistischen Splittergruppe anschließen will, schwärzt sie bei ihren Eltern an. Damit ist Fatimas Schicksal besiegelt - sie hat Schande über die Familie gebracht.
Rezensionsnotiz zu
Neue Zürcher Zeitung, 04.11.2015
Nach einem schleppenden Anfang überzeugt Rezensentin Stephanie Jaeckel die Liebesgeschichte in diesem ersten Roman von Atia Abawi durchaus. Es geht um die Liebe zwischen Menschen und zu Gott und um Hass vor dem Hintergrund afghanischer Stammesverhältnisse. Eine Art Romeo-und-Julia-Geschichte, die Jaeckel von der Anlage her allerdings unglaublich vielschichtig und komplex erscheint und außer einer deutlichen Lektion auch klare Realitäts- und Gegenwartsbezüge hat. Keine Exotik vom Weltenrand, sondern ein existenzielles Drama, findet Jaeckel.
Robert Seethaler: Die Straße Die Straße ist nicht im Zentrum der Stadt und nicht an ihrem Rand. Versteckt liegt sie irgendwo dazwischen. Kein Besucher würde sich dorthin verirren, und doch passiert in… Petra Morsbach: Orion Nora lernt bei einem Studentenjob ihren späteren Mann kennen, einen Archivar. Sie wird Lehrerin für Deutsch und Geschichte in einem oberbayerischen Gymnasium, zieht einen… Heike Geißler: Michaela Kohlhaas "Das Rechtgefühl machte ihn zum Räuber und Mörder." So erzählt es Heinrich von Kleist in seiner gleichnamigen Novelle über den Pferdehändler Michael Kohlhaas, der nach erlittenem… Karl Ove Knausgard: Arendal Aus dem Norwegischen von Paul Berf. Wo ist dein Platz im Leben? Wohin gehörst du? Wo liegen deine wahren Gefühle?Wir schreiben das Jahr 1976. Syvert Løyning ist nach einer…