Eine Hommage an den Künstler Caravaggio und gleich daneben das lakonische Resümee: "Was soll's. Liebe, eine Abhängigkeit wie andere auch …" An Armin Sensers Gedichten faszinieren klassische Formen und poetische Tradition einerseits, umgangssprachliche Wendungen und harte Themen der Gegenwart andererseits. Gelehrt und geschliffen, durchdacht und dann gleich wieder die Ordnung aufbrechend - in diesen Gedichten spricht ein Autor, der sich seiner Zeit messerscharf bewusst ist.
Rezensionsnotiz zu
Frankfurter Allgemeine Zeitung, 17.02.2016
Im besten Sinne ungewöhnlich findet Wulf Segebrecht Armin Sensers Gedichte. Eher prosaisch in der lanzeiligen Form, manchmal zyklisch, in der Anordnung eher gewöhnungsbedürftig. Das Gespräch mit Dante, das der Autor hier anstimmt in alphabetischer Aleatorik, leutselig über Künstler, Landschaften und Politisches redend, wird für Segebrecht schließlich zu einem sprachlich eleganten, logisch raffinierten Gebilde aus Lyrik, Prosa und Dramatik. Moderne Lehrgedichte vielleicht, meint er.
Rezensionsnotiz zu
Neue Zürcher Zeitung, 19.01.2016
Roman Bucheli lobt Armin Sensers neue Gedichte für ihre gedankliche Komplexität und Vielschichtigkeit. Vanitas-Motive, politische Einlassungen, Kindheit, Liebe und manches Verspielte fordern seine Aufmerksamkeit. Das Horchen auf das Verborgene in den Gedichten scheint ihm eine Aufgabe zu sein, nicht zuletzt, um der Schönheit des Denkens auf den Grund zu gehen, wie Bucheli seine Faszination für die "elegischen und lakonischen" Texte erläutert. In den weiten Erfahrungsraum der Gedichte tritt er gerne ein.
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