Antonio Altarriba, Kim

Die Kunst zu fliegen

Cover: Die Kunst zu fliegen
Avant Verlag, Berlin 2012
ISBN 9783939080695
Kartoniert, 208 Seiten, 24,90 EUR

Klappentext

Aus dem Spanischen von André Höchemer. 2001 beging Antonio Altarribas Vater Selbstmord und zog damit einen Schlussstrich unter ein Leben, das er als ziellos und vergeblich empfand. Wie viele andere seiner Generation hatte er alles daran gesetzt, aus den Trümmern der Weltkriege eine gerechte Welt zu bauen und dem Unrecht zu entfliehen. Aber die Geschichte hat es immer schon verstanden, Träumern die Flügel zu stutzen... Durch die Augen seines Vaters lässt uns Altarriba das spanische Jahrhundert durchleben: das Leid, das der Bürgerkrieg und später die Deutschen über das Land gebracht haben, Exil, Widerstand und das Leben in den Lagern, die Franco-Diktatur und ihr Ende, der wirtschaftliche Aufschwung und das Aufblühen der Demokratie.

Rezensionsnotiz zu Die Tageszeitung, 10.11.2012

Spanien ist nicht gerade gut auf dem deutschen Comicmarkt vertreten, weswegen sich Christoph Haas über gleich zwei spanische Comics freut, die diese Lücke füllen - umso mehr da er sie beide für stilistisch wie inhaltlich relevant findet. Antonio Altarriba erzählt in "Die Kunst zu fliegen" die tragische Geschichte seines Vaters, des Schriftstellers mit gleichem Namen. Der wurde als Bauernsohn in der tiefsten Provinz geboren, flieht in die Stadt, kämpft im Bürgerkrieg auf Seiten der Anarchisten, um dann an der urbanen bürgerlichen Existenz zugrunde zu gehen. Die Zeichnungen des Underground-Künstlers Kim findet Haas in einigen Passagen sehr, aber nicht immer geglückt.
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