Anton Tschechow

Flattergeist

1 CD. Gelesen von Ernst Schröder
Cover: Flattergeist
Solo Hörbuch, Berlin 2004
ISBN 9783929079500
CD, 16,90 EUR

Klappentext

1 CD, 60 Minuten. Gelesen von Ernst Schröder. Tschechows psychologische Meisternovelle handelt von der lebenslustigen, schönen und jungen Olga Ivanovna, die mit Dymov, einem rechtschaffenden Arzt und Naturwissenschaftler verheiratet ist. Olga, die sich als Künstlerin gibt und als Malerin versucht, versammelt einen Kreis von berühmten Künstlern um sich. Als Rjabovskij, ein Genre-, Tier- und Landschaftsmaler, der verwöhnten Olga eine schwärmerische Liebeserklärung macht, lässt sie sich auf eine Affäre mit ihm ein, ohne zu wissen, was sie dabei aufs Spiel setzt ...

Rezensionsnotiz zu Frankfurter Allgemeine Zeitung, 16.01.2010

Bei Tschechow steckt die Größe der tragischen Verwicklungen, um die es in seinen Erzählungen fast ausnahmslos geht, im Detail und in der Nuance. Ein spektakuläres Drama ist, was sich in "Flattergeist" zuträgt, jedenfalls nicht, so die Rezensentin Sandra Kegel. Eine Ehefrau verschmäht ihren scheinbar langweiligen Mann eines Dichters wegen, der letztlich nichts von ihr will. Als sich herausstellt, dass in Wahrheit der Ehemann als Wissenschaftler von der besseren Gesellschaft verehrt wird, hat der sich, gekränkt ob des Verrats seiner Frau, schon mit Absicht tödlich infiziert. Durchdrungen ist das Ganze, so Kegel, von "melancholischem Geist", und Ernst Schröder verstehe es, diesen gerade durch "kompromisslose Einfachheit" in seiner Einlesung zum Ausdruck zu bringen.
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Rezensionsnotiz zu Süddeutsche Zeitung, 23.09.2004

Der "größten Herausforderung" eines jeden Vorlesers wird Ernst Schröder mit seiner Darstellung von Anton Tschechows "Flattergeist" in jeder Hinsicht "mehr als gerecht", lobt Rezensent Tobias Lehmkuhl. Er spürt den Taktschlag der Sätze auf, schmiegt sich den Stimmungen an und fängt so den "heiter-melancholischen Geist" der Tschechow-Texte ein, urteilt der Rezensent. Schröder gelinge es, vom "flinken Allegro" mühelos in "zart-drängendes Andantino" zu wechseln und die Prosa so "regelrecht zum Singen" zu bringen.
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