Seit über einem Jahrzehnt schreibt die Autorin, Übersetzerin und Publizistin Ilma Rakusa über Bücher und Autoren aus Rußland. "Von Ketzern und Klassikern" handelt von Dostojewski, Tolstoj und Tschechow, von Michail Prischwin, Leonid Dobytschin und Daniil Charms, von Marina Zwetajewa, Anna Achmatowa, Valeria Narbikova und anderen - und ist damit eine kleine Geschichte der russischen Literatur.
Rezensionsnotiz zu
Neue Zürcher Zeitung, 03.03.2004
Ohne den letztjährigen Russland-Schwerpunkt, vermutet Uwe Stolzmann, würde man auf "gescheite Pfadfinder" wie den von Ilma Rakusa wohl verzichten müssen. Kein systematischer Rundgang durch die russische Literatur liege hier vor, sondern eine lange, subjektive Recherchereise: "Besprechungen, Porträts, Vor- und Nachworte aus 25 Jahren", fast immer den Unbotmäßigen gewidmet. "Anleitungen zum Lesen" nennt Rakusa selber ihre Aufsätze, Stolzmann erscheint das beinahe zu bescheiden: Im Paket mit den von ihm ebenfalls wärmstens empfohlenem Buch von Sergio Pitol ("Die Reise") liege dem Leser eine anregende "kleine Geschichte der russischen Literatur" vor.
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