Ausgewählte Texte, Briefe und Fotografien. Herausgegeben und mit einem Essay von Roger Perret. Im Juni 1939 fuhren die Journalistinnen und Schriftstellerinnen Annemarie Schwarzenbach und Ella Maillart mit dem Auto nach Afghanistan. "Alle Wege sind offen" präsentiert eine Auswahl von Annemarie Schwarzenbachs Artikeln - Feuilletons, Reportagen und Erzählungen - über diese abenteuerliche Fahrt und lässt die Leserinnen und Leser an der äußeren und inneren Reise der Autorin teilnehmen: vom Balkan über die Türkei, Iran nach Afghanistan und zurück in die Schweiz. Annemarie Schwarzenbach erfährt das Glück des Unterwegsseins und die berauschend-bedrohliche Weite der Landschaften Asiens. Als Zeitzeugin protokolliert sie hellwach die gesellschaftlichen und politischen Veränderungen, während sie als Schriftstellerin die Abgründe ihres Ich erkundet im Spannungsfeld zwischen der oft atemberaubenden Fremde und dem Schatten des in Europa ausgebrochenen Zweiten Weltkriegs.
Rezensionsnotiz zu
Deutschlandfunk Kultur, 11.06.2021
Rezensentin Elke Schlinsog bewundert Kraft und Poesie von Annemarie Schwarzenbachs Blick auf das fremde Afghanistan. Dass die Autorin mitten im Krieg 1939 per Auto an den Hindukusch reist, findet die Rezensentin zwar kapriziös, Schwarzenbachs euphorischen Beschreibungen von Landschaft und Gebräuchen aber kann sie sich nicht entziehen. Wie in diesem unkonventionellen Reisebericht die Außenwelt Afghanistans und das labile Innenleben der Autorin verschmelzen, scheint Schlinsog faszinierend. Die erstmals veröffentlichten Briefe und Fotos der Neuauflage verstärken für die Rezensentin den Eindruck, beim Lesen eine Seelenlandschaft zu bereisen.
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