Mit 307 farbigen Abbildungen. Die Malerei der Renaissance in Deutschland verdankt ihren Ruhm den großen Namen der Kunstgeschichte: Albrecht Dürer, Lucas Cranach, Albrecht Altdorfer, Hans Holbein, Hans Baldung Grien und Grünewald - jeder von ihnen eine starke und eigenwillige Künstlerpersönlichkeit. Im Dialog mit Italien entdecken sie um 1500 eine atemberaubend sinnliche und tiefsinnige neue Welt, die sie in ihren atmosphärischen Naturbildern, lebensvollen Portraits, in ihren großen Altarschöpfungen und erzählfreudigen Historienbildern zu fassen versuchen. Tätig am kaiserlichen Hof Maximilians in Wien und Innsbruck, an den deutschen Fürstenhöfen, in den Handelsmetropolen Nürnberg, Frankfurt, Straßburg und im Augsburg der Fugger bilden sich Malschulen wie die "Donauschule", deren Entstehung und Stilmerkmale in diesem Band vorgestellt werden.
Rezensionsnotiz zu
Süddeutsche Zeitung, 24.02.2011
Sehr erfreut reagiert Rezensent Gottfried Knapp auf diese Geschichte der deutschen Renaissancemalerei mit ihren sieben herausragenden Künstlern Dürer, Cranach, Burgkmair, Baldung Grien, Grünewald, Altdorfer und den beiden Holbeins. Nachdem die Nationalsozialisten die Kunstepoche für sich instrumentalisiert hatten, hat sich niemand mehr an einen Überblick im europäischen Kontext gewagt, weshalb die Leistung von Anne-Marie Bonnet und Gabriele Kopp-Schmidt umso mehr zu loben sei, so der Rezensent anerkennend. Er betont, dass die Autorinnen in ihrer Würdigung der Künstler und ihrer Werke einen zeitgemäßen Ton anschlagen und hebt die hervorragende Druckqualität der 166 Abbildungen hervor. Insbesondere im Kapitel über Grünewald werden alle seine Wünsche erfüllt, wie er schwärmt. Bei der Darstellung der Altdorfer-Werke zeigt er sich mit der Auswahl allerdings nicht einverstanden. Insgesamt tut das seiner Begeisterung aber keinen Abbruch. und er lobt die Autorinnen nachdrücklich für ihre ansonsten aussagekräftige Werkauswahl.
Nelio Biedermann: Lázár Alles beginnt, sogar das Ende, als Lajos von Lázár, das blonde Kind mit den wasserblauen Augen, zur Welt kommt. Seinem Vater, dem Baron, wird der Sohn nie geheuer sein, als… Heike Geißler: Michaela Kohlhaas "Das Rechtgefühl machte ihn zum Räuber und Mörder." So erzählt es Heinrich von Kleist in seiner gleichnamigen Novelle über den Pferdehändler Michael Kohlhaas, der nach erlittenem… Robert Seethaler: Die Straße Die Straße ist nicht im Zentrum der Stadt und nicht an ihrem Rand. Versteckt liegt sie irgendwo dazwischen. Kein Besucher würde sich dorthin verirren, und doch passiert in… Petra Morsbach: Orion Nora lernt bei einem Studentenjob ihren späteren Mann kennen, einen Archivar. Sie wird Lehrerin für Deutsch und Geschichte in einem oberbayerischen Gymnasium, zieht einen…