Die jahrtausendealte Geschichte der Kunst beginnt mit der Darstellung von Tieren: In allen Kulturen, in allen Erdteilen dieser Welt finden sich in Höhlen und auf Felswänden mythische Abbilder von Pferden, Gazellen, Affen, Stieren. Und große Künstler haben bis zum heutigen Tag diesen Zauber immer neu im Bild beschworen. Mario Giordano unternimmt einen Streifzug durch die Bilderwelt abendländischer Kunst: Leonardos Dame mit Hermelin, Klees Rotgeflügelte Sumpfhühner, Dürers Rhinozeros, Goyas spielender Knabe mit Vogel und drei Katzen, Der Tiger von Franz Marc oder der Junge, der seinen Hund floht, anrührend gemalt von Gerard ter Borch. Die Bilder verraten dem Betrachter bis ins Detail, wie es um Gemüt und Launen, Charakter und Seele im Miteinander von Mensch und Tier bestellt ist.
Rezensionsnotiz zu
Süddeutsche Zeitung, 01.12.2003
Jens Thiele hat dieses Kindersachbuch über Tiere in der Kunst schon wegen der vielen schönen Abbildungen gern in die Hand genommen. Er glaubt, dass es "Neugier" wecken wird und die verschiedenen, sich im Lauf der Zeit wandelnden Beweggründe, Tiere überhaupt in Kunstwerken darzustellen, beleuchten kann. "Klug" findet er, dass der Autor Mario Giordano sich nicht in Interpretationen der einzelnen Bilder versucht, sondern lediglich Kommentare, Anekdoten und Erläuterungen anbietet. Denn die Kunstwerke sind doch selbst "die eigentlichen Erzähler", so der Rezensent zustimmend. Er lobt besonders die "sorgfältige bibliophile" Ausstattung des Buches, freut sich über die gelungene "Abstimmung" von Bildern und Texten und preist dieses Buch dafür, dem Beweis zu liefern, dass Literatur Kunst sinnlich erfahrbar machen kann.
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