Medizinische Innovation wird stets von Widerständen begleitet - kein Leben zeigt dies besser als jenes von Ignaz Semmelweis. Eine Reise durch das Leben des großen Kämpfers für die Gesundheit der Mütter und für den medizinischen Fortschritt. "Hände waschen!", diese Hygieneregel ist heute selbstverständlich. Dass das nicht immer so war, zeigt die Geschichte des 1818 geborenen Semmelweis, der als Gynäkologe in Wien wirkte. Für die Anerkennung der Wahrheit, dass die schmutzigen Hände der Ärzte gebärende Frauen infizierten, musste er hart kämpfen. Seine Lebensgeschichte, die bis heute immense Bedeutung hat, lässt tief in die faszinierende Welt der wissenschaftlichen Entdeckungen und Intrigen blicken.
Rezensionsnotiz zu
Frankfurter Allgemeine Zeitung, 24.04.2015
Martina Lenzen-Schulte scheint der Bücher über Ignaz Philipp Semmelweis, den "Retter der Mütter" und "Gott der Hebammen" langsam überdrüssig. Jedenfalls verrät ihr Anna Durnovás Buch "In den Händen der Ärzte" wenig Neues, kritisiert die Rezensentin. Ja, Semmelweis fiel die unterschiedliche Häufigkeit von Kindbettfieber in zwei Krankenhausabteilungen auf, zog den Schluss, dass es an den sezierten Leichen liegen müsse, die in der einen neben den werdenden Müttern auch untersucht wurden, und führte daraufhin neue Maßstäbe für die Hygiene ein, was zahlreichen Frauen das Leben retten sollte, berichtet Lenzen-Schulte, und ja, es wurde ihm zeitlebens nicht zugute gehalten und er starb in einer Psychiatrie. Das ist guter Stoff für Geschichten, weiß die Rezensentin. Aber diese ist mittlerweile oft genug erzählt worden, findet sie. Besser hätte Lenzen-Schulte gefallen, wenn Durnová die Wissenschaftstheorie und -geschichte weiter ausgearbeitet hätte, die sie in Ansätzen im sonst eher biografischen Buch untergebracht hat. Thomas S. Kuhn und Ludwik Fleck hätte die Rezensentin verschrieben.
Shida Bazyar: Die Lücken Heimesbach im Hunsrück ist ein fiktiver Ort, an dem sich neunzig Jahre deutscher Geschichte in die Mauern und Biografien eingenistet haben. Es ist eine Gemeinde, die ihre… Dana Vowinckel: Anton und Alma Anton und Alma lernen sich bei einem Schüleraustausch in der Bretagne kennen. Jahre später treffen sie sich auf einer Party wieder. Beide kommen aus Berlin und studieren… Eva Menasse: Alleinruhelage Nach dem Ende der Ehe steht eine Frau mit ihrem Wochenendhaus plötzlich allein da. Hier hat sie einst mit der Familie die Idylle gesucht und will nun den Neuanfang wagen.… Dörte Hansen: Broder "Es zählt nur einer auf dem Hof, das ist der Sohn, der bleibt. Aber die anderen, die übrig sind, die zweiten, dritten, vierten Söhne und die Töchter, die nicht zählen, bleiben…