Anna Desnitskaya, Alexandra Litwina

In einem alten Haus in Moskau

Ein Streifzug durch hundert Jahre russische Geschichte (Ab 12 Jahre)
Cover: In einem alten Haus in Moskau
Gerstenberg Verlag, Hildesheim 2017
ISBN 9783836959933
Gebunden, 60 Seiten, 24,95 EUR

Klappentext

Aus dem Russischen von Lorenz Hoffmann und Thomas Weiler. "Während alle auf den Sieg anstoßen, warte ich nur auf Papa." - "1953 haben wir in unserer Wohnung Telefon bekommen, eines für alle Bewohner. Es steht im Flur." - "Der erste Mensch im All! Ein Sowjetmensch!" In einem alten Haus in Moskau lebt eine Familie. 100 Jahre lang. Kriege, Frieden, Revolutionen, gesellschaftliche und technische Entwicklungen: Alles, was die Welt in den Jahren zwischen 1902 und 2002 bewegt, spiegelt sich im Mikrokosmos rund um Familie Muromzew wider - und wird von Generation zu Generation aus Sicht der Kinder erzählt.

Rezensionsnotiz zu Süddeutsche Zeitung, 18.08.2017

Briefe von Schülern an Stalin klangen einmal so, zitiert Tim Neshitov: "Wir, Schüler der fünften Klasse 'G', fordern die Erschießung der faschistischen Scheusale" - und weil Stalin in Russland alle Jahre wieder en vogue ist, findet der Rezensent es sehr wichtig, dass an diese Zeit erinnert wird, wie es Autorin Alexandra Litwina und Illustratorin Anna Desnitksaya in ihrem Jugend-Bilderbuch "In einem alten Haus in Moskau" tun. Einhundert Jahre, 1902 bis 2002, umfasst die Geschichte der Moskauer Familie Muromzew, die sowohl die großen weltpolitischen Ereignisse umfasst als auch die kleinen Veränderungen im Alltag und dadurch das heutige Russland um einiges verständlicher macht, verspricht Neshitov.
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Rezensionsnotiz zu Frankfurter Allgemeine Zeitung, 26.06.2017

Kerstin Holm fragt sich, wann so ein Bildband wie dieser der Moskauer Künstlerin Alexandra Litwina und der Autorin Anna Desnitskaya wohl über Berlin erscheint. Die Idee, Kinder ihre Familiengeschichte erzählen zu lassen und damit zugleich Weltgeschichte für Kinder zu erzählen, findet sie toll. Der so entstehende Gegenentwurf zur offiziellen Herrschergeschichte, den die Autorinnen mit Material aus Literatur, Memoiren und Facebook erschaffen und mit fiktiven und "zugleich exemplarischen" Heldenfiguren belebt haben, wie Holm erklärt, funktioniert, versichert die Rezensentin. Die gezeichneten Lebenswege durch Krieg, Revolution und Sozialismus bis zu Perestroika, findet Holm lebendig und lehrreich.
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