Herausgegeben und mit einem Nachwort von Ludwig Hartinger. Aus dem Polnischen von Doreen Daume.
Rezensionsnotiz zu
Neue Zürcher Zeitung, 28.05.2005
Der Pole Andrzej Kopacki hat sich als Vermittler deutscher Literatur in Polen verdient gemacht - und wird nun auch in Deutschland als Lyriker bekannt, informiert uns Rezensentin Christiane Zintzen. Dieser Band, dessen Titel sich auf die mittelalterlichen Heldenepen ebenso wie aufs Gestische bezieht, besteht aus 24 Gedichten, die den Tageskreis abschreiten. Die Tendenz der Überhöhung des Alltäglichen zum "All-Tag" ist für Zintzen nicht zu übersehen. Die Rezensentin scheint leise Zweifel am "Kunstwollen" des Autors anzudeuten, erkennt dann aber doch die Absicht, die "Poesie als utopische Geste" inmitten allgegenwärtiger Zerstreuung zu bewahren.
Julian Barnes: Abschied(e) Aus dem Englischen von Gertraude Krueger. Julian Barnes wird im Januar 2026 achtzig Jahre alt. Er weiß, dass die längste Zeit seines Lebens hinter ihm liegt, und er möchte… Dorothee Elmiger: Die Holländerinnen Mit blinkenden Warnlichtern fährt die Erzählerin, eine namenlose Schriftstellerin, an den Straßenrand, als ein unerwarteter Anruf sie erreicht. Am Apparat ist ein gefeierter… Elias Hirschl: Schleifen Franziska Denk wächst im Umfeld des Wiener Kreises auf und leidet als Kind an einer seltsamen Krankheit: Jedes Symptom, von dem sie hört oder liest, bekommt sie sofort. In… Leila Slimani: Trag das Feuer weiter Aus dem Französischen von Amelie Thoma. Mia, erfolgreiche Schriftstellerin in Paris, kämpft mit "brain fog", einem Gehirnnebel, der ihre Erinnerungen und ihre Arbeit beeinträchtigt.…