Mit einem Nachwort von Christian Prunitsch und Original-Holzschnitten von Christian Thanhäuser.
Rezensionsnotiz zu
Neue Zürcher Zeitung, 20.03.2001
Beatrice von Matt stellt den Autor zunächst als den vielleicht wichtigsten Vertreter der sorbischen Literatur vor: "Er ist ihr Hirn und, was er ungern zeigt, ihr Herz". Dabei legt die Rezensentin allerdings großen Wert auf die Feststellung, dass Lorenc` Literatur mit "Heimattümelei und Ursprünglichkeitskult" nicht das Geringste zu tun hat. So betont sie das Zersplitterte in diesen Gedichten, das Zerreißende - da gebe es immer etwas, das "konsequent gestört, witzig, bitter in Schieflage gehalten" werde, wozu sie auch einige Beispiele aus den Gedichten anführt. Harmonie ist demnach Lorenc` Sache nicht, doch noch ein weiterer Aspekt fasziniert die Rezensentin. Dabei geht es um die gegenseitige Inspiration der sorbischen und deutschen Sprache in diesen Gedichten, wobei ihr bisweilen deutsche Formulierungen aufgefallen sind, die schon längst "verblasst" waren und nun von Lorenc neu belebt werden.
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