Andres Müry

Jedermann darf nicht sterben

Geschichte eines Salzburger Kults 1920-2001ff.
Cover: Jedermann darf nicht sterben
Anton Pustet Verlag, Salzburg 2001
ISBN 9783702504298
Kartoniert, 159 Seiten, 19,90 EUR

Klappentext

Mit zahlreichen, zum Teil farbigen Fotos. Die Salzburger Festspiele haben sich seit 1920 grundlegend gewandelt, doch ihr Ursprungsstück "Jedermann" widersetzt sich bis heute jeder Reform. So, wie sie der Theaterpublizist Andres Müry erzählt, erscheint die Geschichte dieses Salzburger Kults spannend und neu.

Rezensionsnotiz zu Frankfurter Allgemeine Zeitung, 30.01.2002

Der "Jedermann" in Salzburg ist Kult - wer aber glaubt, er habe dort auch seine Uraufführung erfahren, der liegt falsch. Irene Bazinger informiert uns darüber, dass Max Reinhardt das legendäre "Spiel vom Sterben des berühmten Mannes" im Berliner Zirkus Schumann uraufgeführt hat. Kritiker wie Alfred Kerr ließen nicht viel Gutes an dem Stück - und die Leute strömten dennoch ins Theater. Aber hätte jemals ein Verriss das Publikum ferngehalten? Eher im Gegenteil. Heute nehme der Salzburger "Jedermann" seine feste Position zwischen Bayreuth und Oberammergau ein, als "Spektakel des Todes in einer säkularisierten Freizeitgesellschaft", zitiert Bazinger den Autor. Dieser habe dem Publikumsmagneten eine ironisch-kritische Betrachtung gewidmet und den Weg des Erfolgsstücks zurückverfolgt. Ein hübscher Fototeil und eine Chronik laden zum Stöbern in der Theatergeschichte ein, leider aber, so Bazinger, wurde auf ein Personenregister und ein Inhaltsverzeichnis verzichtet.
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