Kinder lieben und brauchen Natur. Doch heute strolchen sie kaum mehr im Freien herum. Eine Katastrophe für die Gesellschaft, sagt der Philosoph und Biologe Andreas Weber. Wie riecht es im Wald? Wie fühlt sich ein Baumstamm an? Wie sieht ein Fink aus? Statt Frösche zu fangen, Baumhäuser zu bauen oder mit beiden Händen im Matsch zu wühlen, sitzen Kinder vor dem Fernseher oder Computer. Ohne Nähe zu Pflanzen und Tieren aber verkümmert ihre emotionale Bindungsfähigkeit. Empathie, Phantasie, Kreativität und Lebensfreude verschwinden.
Mindestens für lesenswert hält Rezensentin Sabine Sütterlin dieses Buch, vielleicht sogar für überzeugend, aber da bleibt sie etwas vorsichtig. Kinder brauchen Natur, denn Natur macht gesund, lautet die These des Autors Andreas Weber. Gegen Computer- und Daddelspiele, gegen ADS, Depressionen und Zappelphilipp-Syndrom helfen Matsch, Bäume und Frösche. Stützende Belegefür seine Thesen finde Weber in der Psychologie und in der Literatur, Beweise allerdings nicht, stellt die Rezensentin klar, die auch betont, dass Weber kein Estoeriker sei, auch wenn er von seinen eigenen Erweckungserlebnissen erzählt, in denen "zackenkammbewehrte Fabelwesen" eine große Rolle spielen.
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