Andreas Kossert erzählt die Geschichte dieses faszinierenden und widersprüchlichen Landes zwischen Weichsel und Memel, seiner Ursprünge und Mythen. Er beschreibt den Alltag in Königsberg, Tilsit und Marienburg und die dramatischen Ereignisse vom Vorabend des Zweiten Weltkriegs bis zur Vertreibung von über zwei Millionen Menschen in den Jahren nach 1945.
Rezensionsnotiz zu
Süddeutsche Zeitung, 10.12.2008
Was als Begleitbuch zur ARD-Serie seine Berechtigung hat, haut Thomas Medicus nicht gerade aus den Socken. Kein Wunder, Medicus vergleicht den Band mit dessen Vorgänger, Andreas Kosserts die Geschichte Ostpreußens aus dem "deutschtumsbezogenen" Kontext befreiendes Buch "Ostpreußen" von 2005. Und diesem Vergleich hält das nun vorliegende schmale Buch nicht stand. Medicus entdeckt keine neuen Inhalte darin, keine neue These oder neue Forschungsergebnisse, höchstens eine andere Schwerpunktsetzung (aufs 20. Jahrhundert, Nationalsozialismus, Krieg, Vertreibung). Als Appetizer auf den umfangreicheren vorausgegangenen Band, in dem die intellektuelle wie geschichtswissenschaftliche Kompetenz des Autors stärker glänzt, wie Medicus schwärmt, kann er das Buch dennoch empfehlen.
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