Der Krieg hat sich zuletzt mit dem Golfkrieg 1991 und den Terroranschlägen der jüngsten Zeit grundlegend gewandelt. Andreas Herberg-Rothe schildert, wie sich der Krieg im Laufe der Jahrhunderte verändert hat: von der Theorie bis zu den Kriegsursachen, vom Aspekt des Tötens im Krieg bis zur Frage, was den Staaten vom Bürgerkrieg unterscheidet. Immer wieder nimmt er dabei Bezug auf die neuen Kriege, die uns im 21. Jahrhundert drohen.
Rezensionsnotiz zu
Süddeutsche Zeitung, 11.02.2004
Als einen vorzüglichen Clausewitz-Interpreten führt Gerd Krumreich den Autor Andreas Herberg-Rothe ein, der auch mit seinem neuen Buch zur Theorie und Praxis der Kriegsführung überzeugen könne. Manches wird zwar für Krumreichs Geschmack zu kurz abgehandelt, aber doch lohneswert. Die Formen des Kriege sieht der Rezensent ebenso überzeugend dargelegt wie die Gewalttheorien der Moderne. Gut gefallen hat ihm auch das Kapitel über die "Waffenträger". Einwände erhebt er gegen die allzu unübersichtliche Behandlung der Kriegsursachen, die ihm aber nicht den insgesamt guten Eindruck verderben kann: Ich wüsste aktuell keine deutschsprachige Darstellung, die ähnlich vielfältig und gedankereich das Thema Krieg in so knapper Form bewältig", so sein abschließendes Lob.
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