Das letzte Jahrhundert hatte auch seine großen Verlierer: Menschen, die sagenhafte Fehlentscheidungen getroffen und auf das sprichwörtliche falsche Pferd gesetzt haben. Keiner kennt sie - dieses Buch nennt sie.
Rezensionsnotiz zu
Süddeutsche Zeitung, 05.04.2000
Die Thematik des Buches scheint Friedemann Kluge sehr zu gefallen. Anscheinend hätte er immer schon gerne gewusst, wer die Erfinder von Teebeutel, Kugelschreiber u. ä. gewesen sind, und was - nach der verpassten Vermarktung ihrer Erfindungen - aus ihnen geworden ist. Ähnliches gilt für Carlo Little und Michelle Stephenson, die den Einstieg bei den Rolling Stones bzw. den Spice Girls verpasst haben. Der Aufbau des Buches gefällt ihm aber weniger gut. Er kritisiert die künstliche Spannung, die durch eine langwierige Herangehensweise in den einzelnen Kapiteln herauf beschworen wird. Da werde man als Leser sehr bald ungeduldig, denn schließlich brenne man ja darauf, etwas über die Personen und ihre Erfindungen zu erfahren. Da hilft nur, ein paar Seiten zu überblättern, meint Kluge. Auch der "flapsige Spachstil" reißt den Rezensenten nicht gerade zu Begeisterungsstürmen hin.
Nelio Biedermann: Lázár Alles beginnt, sogar das Ende, als Lajos von Lázár, das blonde Kind mit den wasserblauen Augen, zur Welt kommt. Seinem Vater, dem Baron, wird der Sohn nie geheuer sein, als… Heike Geißler: Michaela Kohlhaas "Das Rechtgefühl machte ihn zum Räuber und Mörder." So erzählt es Heinrich von Kleist in seiner gleichnamigen Novelle über den Pferdehändler Michael Kohlhaas, der nach erlittenem… Robert Seethaler: Die Straße Die Straße ist nicht im Zentrum der Stadt und nicht an ihrem Rand. Versteckt liegt sie irgendwo dazwischen. Kein Besucher würde sich dorthin verirren, und doch passiert in… Petra Morsbach: Orion Nora lernt bei einem Studentenjob ihren späteren Mann kennen, einen Archivar. Sie wird Lehrerin für Deutsch und Geschichte in einem oberbayerischen Gymnasium, zieht einen…