Aus dem Englischen von Ursula Walther. Alice Sebold, die Autorin des hymnisch gefeierten Bestsellers "In meinem Himmel", erzählt hier ihre eigene Geschichte, die Geschichte ihrer Vergewaltigung als 18-jährige Studentin. Sie schildert die Auswirkungen dieses traumatischen Erlebnisses, ihre hartnäckigen Versuche, sich ihren Platz in der Normalität zurückzuerobern, und ihren Kampf um die Verurteilung des Täters mit der schonungslosen Präzision einer Journalistin und der sprachlichen Brillanz einer einzigartigen Autorin.
Rezensionsnotiz zu
Neue Zürcher Zeitung, 08.06.2004
Nicht wirklich überzeugend findet Irene Binal diesen autobiografischen Text, in dem Alice Sebold die Geschichte ihrer Vergewaltigung und der gescheiterten Versuche, wieder in ihr altes Leben zurückzukehren, schildert - ein Thema, mit dem sich die Autorin schon in ihrem Romandebüt "In meinem Himmel" auseinandersetzt. Im Vergleich dazu schreibe Sebold hier "direkter, einfacher und geradliniger" und spiele nicht mit "literarischen Finessen". Letztlich liefere sie nichts anderes als "eine in Worte gegossene und öffentlich gemachte Selbsttherapie". Ob es für den Leser notwendig ist, daran teilzunehmen, erscheint Binal eher fraglich. Ein wenig enttäuscht hält sie der Autorin vor, die Chance vergeben zu haben, das Thema Vergewaltigung auf eine "literarisch und emotional nachhaltige Weise" anzusprechen und das diesbezüglich vielfach herrschende Schweigen zu brechen.
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