Lina Muzur (Hg.)

Sagte sie. 17 Erzählungen über Sex und Macht

Cover: Sagte sie. 17 Erzählungen über Sex und Macht
Hanser Berlin, Berlin 2018
ISBN 9783446260740
Gebunden, 224 Seiten, 20,00 EUR

Klappentext

17 Geschichten von 17 Autorinnen über 17 Frauen, wie sie unterschiedlicher nicht sein könnten - sie erzählen von der brutalen Vergewaltigung, vom ungehobelten Wunsch nach Verführung, von den Berührungen, die einen ratlos zurücklassen. Doch eins eint sie: Der unbedingte Wille zur Stärke und Selbstbestimmung. In einer Zeit, in der die Neuverhandlung des Miteinanders von Frauen und Männern stattfindet, in einem Moment der größten Unruhe und Verwirrung, ist es die Literatur, die für Aufklärung sorgt. Nirgends sonst wird unsere Realität in all ihren Facetten abgebildet, nirgends sonst darf Denken, Fühlen und Handeln gleichzeitig passieren. Und nirgends sonst darf all das erzählt werden, was sonst nicht erzählt werden würde. Mit Beiträgen von Fatma Aydemir, Antonia Baum, Kristine Bilkau, Heike-Melba Fendel, Nora Gomringer, Annett Gröschner, Anna-Katharina Hahn, Helene Hegemann, Margarita Iov, Mercedes Lauenstein, Juliane Liebert, Anna Prizkau, Annika Reich, Anke Stelling, Margarete Stokowski, Jackie Thomae, Julia Wolf.

Rezensionsnotiz zu Die Welt, 01.09.2018

Rezensentin Katharina Teutsch hat den von Liza Muzur herausgegebenen Band, in dem 17 Autorinnen, unter anderem Nora Gomringer, Helene Hegemann, Antonia Baum oder Anke Stelling in Kurzgeschichten über "Sex und Macht" schreiben, mit Gewinn gelesen. Wenn ihr die Frauen von weiblicher Demütigung, Machtmissbrauch, "Scham und Schuld" und der Unvereinbarkeit zwischen Übergriff und dem Selbstbild einer selbstbewussten Frau erzählen, erscheint der Kritikerin das Buch als wichtiger Beitrag zur rechten Zeit.

Rezensionsnotiz zu Süddeutsche Zeitung, 03.08.2018

Als "Buch zur MeToo-Ära" würdigt Rezensent Gerhard Matzig die von Lina Muzur herausgebene Anthologie mit Erzählungen unter anderem von Helene Hegemann, Nora Gomringer, Antonia Baum oder Margarete Stokowski. Wenn ihm die Autorinnen hier beispielsweise von vergewaltigenden Chefs, deren Opfer der Gleichberechtigung wegen das Taxi noch selbst zahlen, erzählen, kann sich der Kritiker kaum das Lachen verkneifen - so herrlich werde hier mit "Klischees" gespielt, meint er. Dass hier nichts eindeutig ist, verschiedenste Perspektiven bedacht und neben Gleichberechtigung auch das "Andere, Fremde" thematisiert wird - lässt für Matzig zu dem Schluss kommen: Dieses Buch ersetzt unzählige empörte Leitartikel.

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