Aus dem Amerikanischen von Rolf Landwehr. Herausgegeben von der Alice Salomon Hochschule Berlin. Alice Salomon (1872-1948) war eine Wegbereiterin der Sozialarbeit und hat die Entwicklung der deutschen und der internationalen Frauenbewegung maßgeblich beeinflusst. Von den Nazis 1937 in die Emigration gezwungen, hat sie ihre Lebenserinnerungen in den USA auf Englisch verfasst. Alice Salomon stellt ihre Lebensgeschichte in den Zusammenhang der sozialen, politischen und kulturellen Entwicklungen ihrer Zeit.
Rezensionsnotiz zu
Frankfurter Rundschau, 03.03.2009
Renate Wiggerhaus ist erfreut über die Autobiografie der Frauenrechtlerin, Nationalökonomin und Sozialarbeiterin Alice Salomon, die in der deutschen Übersetzung nun erstmals vollständig erscheint. 1872 in eine jüdische Berliner Familie geboren, lässt uns die Rezensentin wissen, widmete sich Salomon bereits als Jugendliche der Sozialarbeit, hörte nebenbei Vorlesungen, studierte und promovierte schließlich, nachdem im Jahr 1900 die preußischen Universitäten auch für Frauen geöffnet wurden. 1937 wurde die Berlinerin von den Nationalsozialisten vor die Wahl gestellt, binnen drei Wochen das Land zu verlassen oder in ein Lager gesperrt zu werden. Alice Salomon ging nach New York, wo sie 1948 stirbt. Den roten Faden dieses Buches macht Wiggerhaus in der Internationalität Salomons aus sowie in ihrem davon geprägtem Engagement in Sozialarbeit und Frauenemanzipation. Die Rezensentin freut sich zudem über "lebendige Porträts" von in Deutschland weniger bekannten Persönlichkeiten der Frauenbewegung.
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