1952. Das Atomzeitalter beginnt. Paul, ein scheinbar normaler amerikanischer Bürger mit Frau und Kind, ist Science-Fiction-Autor. Doch seine besondere Gabe ist die Telepathie. Seit frühester Kindheit hat er Kontakt zu einem galaktischen Helden aus der fernen Zukunft. Das will der skrupellose Geschäftsmann Zelbub ausnutzen und versucht, Paul mittels Hypnose unter seine Kontrolle zu bekommen. Diese SF-Geschichte ist wunderbar überdreht und im Retrolook der 1950er Jahre gezeichnet. Thierry Smolderen, der unter anderem das Szenario zur Serie GYPSY geschrieben hat, erzählt souverän und mit vielen Anspielungen auf andere Comics und SF-Geschichten, wie sich Paul gegen den finsteren Zelbub zur Wehr setzt.
Dass es sich bei dem Comic "Das Imperium des Atoms" um eine der ungewöhnlichsten und schönsten Veröffentlichungen des Jahres handelt, steht für Matthias Heine bereits fest. Begeistert referiert er die aus dem jahr 1923 in die fernste Zukunft führende Handlung um den Science-Fiction-Schriftsteller Paul, entzückt beschreibt er die an den grafischen Stil der Fünfzigerjahre angelehnten Zeichnungen von Alexandre Clérisse. Wer "Logik und Wahrscheinlichkeit" gegenüber Überraschung und Fantasie bevorzugt, mag nicht unbedingt auf seine Kosten kommen, warnt der Rezensent, allen anderen legt er dieses Buch nachdrücklich ans Herz und betont insbesondere den bei aller Verrücktheit "zutiefst melancholischen Grundton" der Geschichte.
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