Alexandra Manske

Kapitalistische Geister in der Kultur- und Kreativwirtschaft

Kreative zwischen wirtschaftlichem Zwang und künstlerischem Drang
Cover: Kapitalistische Geister in der Kultur- und Kreativwirtschaft
Transcript Verlag, Bielefeld 2015
ISBN 9783837620887
Kartoniert, 454 Seiten, 39,99 EUR

Klappentext

Künstlerisch-kreative Arbeit wird auf politischer Ebene gern als moderne und zeitgemäße Arbeits- und Wirtschaftsform beansprucht. Die Wissenschaft hingegen schreibt ihr vielfach eine paradigmatische Kulturbedeutung im neuen Kapitalismus zu. Doch sind Kreative überhaupt eine geeignete soziale Gruppe, um solche weitreichenden Schlüsse zu ziehen? Diese Studie betrachtet die bisher kaum untersuchten Arbeitsverhältnisse in der Modedesign- sowie in der Kommunikationsbranche und geht der Frage nach, ob sich die kapitalistischen Geister nicht eher in den sozialen Kämpfen der Akteure zeigen: im Spannungsfeld von künstlerischem Drang und wirtschaftlichem Zwang.

Rezensionsnotiz zu Die Tageszeitung, 21.03.2016

Was die Hamburger Soziologin Alexandra Manske in ihrem Buch über die Lebensbedingungen freier Künstlerinnen und Künstler zu sagen hat, findet Tom Mustroph höchst aufschlussreich. Schon weil die Autorin die von ihr befragten Kuratorinnen, Modedesignerinnen und anderen Kreativen aller Altersklassen und Geschlechter nicht zu Prekarisierungsopfern abstempelt, sondern ihnen einen "Handlungshorizont" eröffnet: Die Konzentration auf den künstlerischen Wert der Arbeit oder auf die Marktnische sind die beiden Orientierungspole, die sich für Manske herauskristallisieren, schreibt Mustroph. Denkanstöße für eine neue Kulturpolitik findet er im Buch auch.

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