Alexander Garcia Düttmann

Kunstende

Drei ästhetische Studien
Cover: Kunstende
Suhrkamp Verlag, Frankfurt am Main 2000
ISBN 9783518582947
Kartoniert, 168 Seiten, 17,38 EUR

Klappentext

Für die Vorrede zu seinem Traktat über das deutsche Trauerspiel wählt Walter Benjamin ein Motto von Goethe, in dem es heißt, die Kunst stelle sich "immer ganz in jedem einzelnen Kunstwerk" dar. Mit dem Entstehen eines jeden Kunstwerks fängt die Kunst von neuem an, gelangt sie erneut an ihr Ende. In diesem Sinne erweist sich die Kunst als der Einsatz eines jeden Kunstwerks. Zugleich zeigt sich, dass es in jedem Kunstwerk stets wieder um das Ende der Kunst geht, um ein mögliches Versäumnis oder Versagen, das die Kunst als Ganze trifft, und um ein durch nichts verbürgtes Gelingen. In seinen Studien stellt Düttmann die Frage nach dem Ende der Kunst aus verschiedenen Perspektiven: Ermöglicht der Begriff des Endes eine einheitliche Aufgabe der Kunst? Wie funktioniert die Logik der kunstphilosophischen Diskurse, die vom Ende der Kunst handeln? Besteht das Ende der Kunst in ihrer Verwandlung zur Ware? Verdankt es sich dem Bilderverbot oder dem Zwang ihrer Rechtfertigung vor der Öffentlichkeit? Ist das Ende der Kunst am Ende eine Befreiung von der eigenen Endlosigkeit?

Rezensionsnotiz zu Frankfurter Rundschau, 03.03.2001

"Schon der Titel `Kunstende`, schon die ersten Zeilen des Buches dieses Titels lassen keinen Zweifel, dass sein Autor sich auf Gedeih und Verderb einer Sache verschrieben hat, deren Unzeitgemäßheit mit Händen zu greifen ist", schreibt Michael Mayer. Unzeitgemäß und reichlich schwer verständlich ist auch die Rezension von Mayer ausgefallen. Hier tummeln sich die Fremdworte im Teich der Philosophen. Gerade so, als ob der Rezensent seine philosophische Belesenheit in beinahe jedem Satz belegen müsste, lässt er eine ganze Reihe bekannter Denker Revue passieren. Ganz deutlich sieht Mayer den Einfluss Theodor W. Adornos auf den Autor gegeben. Besonders fruchtbar findet er, dass es Alexander García Düttmann gelungen sei, die "zwei feindlichen Brüder im Geiste Nietzsches", Adorno und Martin Heidegger, in seinen Analysen zu versöhnen. Denn deren Vorstellungen von Kunst seien weit weniger voneinander entfernt, als beide wahrhaben wollten, meint der Rezensent. Mit einer Wertung hält sich Mayer eigentlich zurück. Sicher ist nur, dass er Düttmanns Analysen für eine "Kampfansage an den herrschenden Mainstream ästhetischen Räsonnements" hält, der Kunst als etwas fraglos Gegebenes hinnehme.
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