Alejandro Zambra

Bonsai

Roman
Cover: Bonsai
Suhrkamp Verlag, Berlin 2015
ISBN 9783518424803
Gebunden, 90 Seiten, 12,00 EUR

Klappentext

Aus dem Spanischen von Susanne Lange. Julio liebt Emilia, Emilia liebt Julio, beide lieben Proust - beide haben in Wirklichkeit nicht eine Seite Proust gelesen -, ein Jahr lang sind sie während ihres Studiums liiert, dann verlässt sie ihn, und er liebt sie weiter, sie geht nach Europa, und er liebt sie weiter, die Zeit vergeht, und er liebt sie weiter, sie stirbt, und er liebt sie weiter, Jahre später erinnert er sich, und er liebt sie immer weiter. "Bonsai" ist die Miniatur einer epischen Liebesgeschichte: ein kunstvoll geraffter Roman über die erotisierende Wirkung von Lektüren, missverstandene körperliche Zuneigung und die nicht enden wollende Sehnsucht nach dem anderen.

Rezensionsnotiz zu Die Tageszeitung, 20.06.2015

Eva-Christina Meier warnt davor, den Minimalismus in Alejandro Zambras 2006 in Chile erschienenem, jetzt bei uns veröffentlichten Debütroman als selbstbezüglich zu begreifen. Um zu verstehen, wie komplex der kleine Text tatsächlich ist und wie genau er die Generation der Transición in Chile ab den 1990er Jahren beschreibt, hätte sie sich ein Nachwort gewünscht. So bietet ihr das Buch in einfachen Sätzen vor allem die tragisch endende Liebesgeschichte zweier chilenischer Literaturstudenten in der Ära zwischen Diktatur und Demokratie. Das weiterhin bestehende Klima der Bedrohung und Repression im Land kann Meier nur erahnen.
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