Alea Torik

Aleas Ich

Roman
Cover: Aleas Ich
Osburg Verlag, Berlin 2013
ISBN 9783955100049
Gebunden, 424 Seiten, 19,95 EUR

Klappentext

Aléa Torik, 1983 in Rumänien geboren, promoviert in Literaturwissenschaft zum Thema Fiktionalität. Sie schreibt an ihrem zweiten Roman, führt ein Blog im Netz, wohnt mit der schönen und melancholischen Olga in einer WG und ist mit der Schauspielerin Luise und dem Unternehmensberater Lauritz befreundet. Die Vergangenheit in Siebenbürgen und Bukarest, die große Liebe in Berlin, ein obsessiver Verehrer Olgas und ein penetranter Verfolger, der Aléa, was sie sehr spät erst bemerkt, offenbar nie von der Seite weicht: Das sind die biografischen Daten und Ereignisse. Oder sind es die Erzählfäden aus dem Roman, an dem sie arbeitet?

Rezensionsnotiz zu Die Zeit, 22.08.2013

Sarah Schaschek fühlt sich bei Aléa Toriks - oder Claus Hecks?, so heißt der Autor hinter dem Pseudonym, wie die Rezensentin verrät - neuem Roman "Aléas Ich" in literaturwissenschaftliche Seminare zurückversetzt, wo es viel um das Verhältnis von Autor und Werk ging, um die "Fetischisierung des Autors", der immer durch den Text hindurch erspäht werden soll. Das Buch ist postmoderne Theorie in Romanform, nur entschieden lesbarer, weniger akademisch, erklärt die Rezensentin. Aléa Torik ist gleichzeitig Autorin, erzählende und erzählte Person, im Buch wird das Buch selbst geschrieben, der Leser kann der fiktiven Autorin quasi beim Schreiben ihrer selbst beobachten, fasst die Rezensentin zusammen. Allerdings entpuppt sich vieles, was Schaschek anfänglich noch für bare Münze nahm, als Teil des Romans im Roman. Das Prinzip mag einfach sein, ein wenig schwindelig macht es schon, gibt die Rezensentin zu.

Rezensionsnotiz zu Die Tageszeitung, 27.07.2013

Wow, ein deutscher Autor, der sich an der Postmoderne versucht, staunt René Hamann, das hat er bisher selten gesehen, schon das gibt Pluspunkte. Ein deutscher Autor?, könnte jetzt so mancher fragen, ist denn die Autorin nicht Rumänin und hat in "Aléas Ich" ihre Biografie niedergeschrieben? Nein, weiß der Rezensent, Aléa Torik' ist ein Pseudonym, hinter dem sich der Oberhausener Schriftsteller Claus Heck verbirgt, erklärt Hamann, die Geschichte darüber, wie sie aus der rumänischen Provinz erst nach Bukarest und dann nach Berlin, in die "Stadt der Verrückten", zieht, ist frei erfunden, ebenso ihre Mitbewohnerin Olga, deren Geliebter Romulus und ihr eigener, Juan. Der Autor spielt auch im Buch mit den Identitäten seiner Figuren, Aléa Torik bildet (im Buch) mit der Zeit einen regelrechten Verfolgungswahn aus, berichtet Hamann. Claus Heck gelingt es, den Roman aus einer weiblichen Perspektive durchzuerzählen, aber das Buch wäre wohl nicht wirklich postmodern, bräche er diese nicht auch noch einmal, verrät der Rezensent.