Mit Grafiken. Unsicherheit ist für viele Menschen bedrückend. Albena Azmanova sieht dabei auch eine Chance, entscheidende Veränderungen herbeizuführen - ohne schwere Krise des Kapitalismus, große Utopien oder sogar Revolutionen.Selbst Menschen, die gut verdienen, sind mit der Monotonie, in der sie leben, nicht mehr zufrieden, wagen es aber angesichts unsicherer Zeiten nicht, sie aufzubrechen. Viele Wohlhabende fühlen sich keineswegs als Gewinner des Systems, sondern als Opfer.Helfen kann hier nur eine Stärkung der sozialen Absicherung. Sie erlaubt es den Menschen, sich zu verändern. Und sie stellt auch die Wirtschaft auf die umweltfreundlichsten Produkte um, die es gibt: Liebe und Zuwendung, Vertrauen und gegenseitige Unterstützung.
Rezensionsnotiz zu
Süddeutsche Zeitung, 09.07.2021
Rezensentin Sarah Zapf bleibt skeptisch angesichts von Albena Azmanovas Hoffnungen auf einen radikalen, aber allgemein verträglichen Wandel des kapitalistischen Systems. Was die Politologin in ihrem Buch vorstellt, das Bild eines Kapitalismus, der auch die Privilegierteren in die Krise stürzt und also zum Handeln bewegt, scheint Zapf viele Fragen offen zu lassen, etwa die, ob es eine gerechte Wirtschaft überhaupt geben kann und ob die Millennials die politische Energie für Veränderung aufbringen.
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