Das vorliegende Buch zeichnet erstmals auf dem neuesten Stand der Forschung Idee und Wirklichkeit der Gesamtheit der Ritterorden nach; welche Persönlichkeiten standen hinter den Orden? Welche Rituale begleiteten die Aufnahme in einen Orden, welche Regeln waren zu befolgen? Wie wurden Kämpfe und Kriege organisiert? In welcher Konkurrenz standen die Orden untereinander, wie wurden Rivalitäten ausgetragen, wie oft gab es Übertritte oder Ausstoßung aus dem Orden? Wodurch wurde der Unterhalt der Ordensritter gesichert, wie kam es zu eigenen Herrschafts- und Staatsgründungen? Schließlich wird die Zeit des Niedergangs im 15. und 16. Jahrhundert beleuchtet und gezeigt, dass einige Vereinigungen den Auflösungstendenzen entgegenwirkten und bis auf die heutige Zeit fortbestehen.
Rezensionsnotiz zu
Süddeutsche Zeitung, 17.03.2003
Ein sehr willkommener Beitrag zur Erforschung der Ritterorden, lobt Michael Borgolte. Lange habe man ja geglaubt, die Institutionalisierung der christlichen Ritter ging auf ein muslimisches Vorbild zurück; die neuere Forschung, der in diesem Buch wertvolle Einsichten hinzugefügt würden, verweise dagegen auf das "Vorbild der Makkabäer im Alten Testament" - dieser Quelle entstammt, so Borgolte, der Gedanke der Selbstaufopferung für den Glauben. Der Rezensent hebt die "konsequent vergleichende Sicht" des Autors hervor, der "viele bisher unbelichtete Seiten des einen oder anderen Ordens" erhellt habe.
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