Die vorliegende Einführung gibt einen Überblick über den Forschungsstand. Sie beleuchtet wissenschaftsgeschichtliche und theoretische Grundlagen, bietet darüber hinaus aber auch forschungspraktische Handreichungen, stellt ein methodisches Verfahren vor, wie sich historische Diskursanalysen empirisch durchführen lassen, und illustriert es anhand von Studien, die es dazu bereits gibt. Erst langsam bildet sich in der Geschichtswissenschaft eine Forschungsrichtung heraus, die sich als historische Diskursanalyse bezeichnen läßt. Sie geht von der Beobachtung aus, daß zu einem historischen Zeitpunkt nur eine begrenzte Menge von Aussagen zu einem bestimmten Thema gemacht werden kann, obwohl rein sprachlich gesehen eine unendliche Menge von möglichen Aussagen existiert.
Rezensionsnotiz zu
Frankfurter Allgemeine Zeitung, 30.09.2002
Martin Stingelin eröffnet seine Rezension mit einem Abriss der Begriffsgeschichte des Wortes "Diskurs", um sich dann dieser Einführung in die "historische Diskursanalyse" zuzuwenden, die sich auf den Diskursbegriff Foucaults stützt. Er lobt das Buch als durchaus "anregend" und hebt lobend hervor, dass sich der Autor seinem Thema auch aus Richtung der Linguistik und der Literaturwissenschaft nähert. Allerdings moniert er, dass Landwehr seinem Gegenstand insofern nicht ganz "gerecht" wird, als dass er sich allein auf das "Sagbare" konzentriere und dabei das "Sichtbare" außer Acht lasse. Wer hier auf Probleme stoße, die das Buch nicht auflösen könne, solle sich vielleicht dann doch direkt an die Schriften Foucaults wenden, rät der Rezensent.
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