Herausgegeben von Michael Diers und Steffen Haug in Zusammenarbeit mit Thomas Helbig. Mit zahlreichen Illustrationen. Briefe gehörten für Warburg zu den wichtigsten Formen des gedanklichen Austausches. In der Korrespondenz mit Familie, Freunden und Kollegen äußerte er sich ausführlich über seine Ideen und Forschungen. Die Briefauswahl dokumentiert und kommentiert in Form einer indirekten Biographie Leben und Werk vom Beginn des Studiums 1886 bis zu Warburgs Tod 1929, also von den ersten Referaten bis zur Arbeit am unvollendet gebliebenen Mnemosyne-Atlas. An die Seite des wissenschaftlichen Autors Warburg tritt dabei ein geistreich und literarisch formulierender Verfasser, der auch das politische Zeitgeschehen kritisch beobachtet und kommentiert. Der Band stellt Warburgs Briefe in einer exemplarischen und kommentierten Auswahl von ca. 800 Schreiben vor.
Rezensionsnotiz zu
Frankfurter Allgemeine Zeitung, 24.06.2022
Rezensentin Sigrid Weigel rät, Aby Warburgs Briefe der Jahre 1914 bis 1918 zu überschlagen. Hier äußert sich der Patriotismus des Kulturwissenschaftlers für Weigel auf durchaus ätzende Weise. Abgesehen davon aber bieten die rund 800 Briefe in der laut Weigel "hervorragend" kommentierten, ziegelschweren Edition Lesestoff, der Warburgs langen Weg durch das europäische Bildgedächtnis anschaulich nachverfolgt, erklärt die Rezensentin. Mitzuerleben ist für Weigel, wie der stets um Anerkennung ringende Warburg sich als Wissenschaftler etabliert und eine "kulturgeschichtliche Katografie" sondergleichen entsteht.
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