Als einen der letzten lebenden Zeitzeugen der spanischen Revolution und des Bürgerkriegs stellt Rezensent Marcus Termeer den Anarchisten Abel Paz vor. Schon deshalb findet er diesen von Bernd Drücke, Luz Kerkeling und Martin Baxmeyer herausgegebenen Band, der Interviews und Vorträge aus den Jahren 2001 bis 2004 versammelt, "besonders wichtig". Termeer hebt hervor, dass sich der mittlerweile 83-jährige Revolutionär sehr selbstbewusst in der zeitzeugentypischen subjektiven Perspektive bewegt. HistorikerInnen halte er gar für anmaßend, würden diese doch über nichts Selbsterlebtes schreiben. Nicht verschweigen will Termeer, dass Paz auch manche Eigentümlichkeit zu bieten hat, etwa eine Art positiv gewendeten Sexismus, wenn er erkläre, Frauen blieben traditionell hinterm Herd, weil sie schlauer seien als Männer. Ein Lob geht an die Herausgeber, die bei aller Sympathie und Nähe zu Paz einige "Mythen" über die Spanischen Revolution zurechtrücken. So erläutere Baxmeyer in seiner "instruktiven Einführung" Hintergründe und Erklärungen für eines "der dunkelsten Kapitel" der Spanischen Revolution zu finden, die auch von Paz kleingeredeten Morde an Nonnen und Priestern.
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