Alexander Pechmann (Hg.)

Peking 1900

Paula von Rosthorns Erinnerungen an den Boxeraufstand, März bis August 1900
Cover: Peking 1900
Böhlau Verlag, Wien 2001
ISBN 9783205994015
Broschiert, 140 Seiten, 24,90 EUR

Klappentext

Mit einem Vorwort von Arthur von Rosthorn. Der Augenzeugenbericht Paula von Rosthorns von der Belagerung des Gesandtschaftsviertels in Peking im Sommer des Jahres 1900 ist ein aufschlussreiches und spannendes Dokument der Kolonialgeschichte, insbesondere der Geschichte der k. u. k. Gesandtschaft in China. Unmittelbar nach den Ereignissen niedergeschrieben, belegt das Dokument die Einseitigkeit und Lückenhaftigkeit der englischen und amerikanischen Darstellungen des Boxeraufstandes. Der chronologische Ablauf der Ereignisse, die katastrophalen Zustände und der Lebensalltag in dem ständig unter Beschuss stehenden Stadtviertel, die kleinlichen Streitereien zwischen den Nationalitäten, die blutigen Details des Krieges werden mit überraschender Genauigkeit geschildert. Nicht ohne Ironie werden die manchmal absurd erscheinenden Verhaltensweisen der Europäer dargestellt.

Rezensionsnotiz zu Frankfurter Rundschau, 18.02.2002

Karl Grobe bespricht die von Alexander Pechmann herausgegebenen Erinnerungen der Paula von Resthorn zusammen mit einem anderen Band über den chinesischen Boxeraufstand, Diana Prestons in der Presse viel besprochener Studie "Rebellion in Peking" Die Erinnerungen von Paula von Rosthorn, die zum Zeitpunkt des Aufstandes 27 Jahre alt war und mit ihrem Mann, dem österreichischen Gesandten Arthur von Rosthorn in Peking lebte, seien zwar sehr persönlich gehalten, so Grobe, aber dennoch hoch politisch. Nicht ohne Kritik an den ausländischen Kolonialherren in China schildere Rosthorn die Leiden und Entbehrungen der ausländischen Bewohner des Pekinger Gesandtschaftsviertels, die gut zwei Monate von den Boxern belagert wurden. Auch wenn die Perspektive der Betroffenen überwiege und vieles anekdotisch ausgeführt werde, spare die Autorin trotzdem nicht mit bissigen Bemerkungen über die Eitelkeiten und Intrigen der ausländischen Gesandten. Außerdem, schreibt der Rezensent, erfahre man auch von Rosthorn mehr über die historischen Hintergründe des Aufstandes, wenngleich die Autorin letztlich aber doch das harte Vorgehen der Kolonialmächte rechtfertige.

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