Aus dem Französischen von Uli Wittmann. Es wird nicht nur geweint, sondern auch gelacht in diesem Buch, das von den letzten Wochen vor dem Tod erzählt. Eine Tochter nimmt Abschied von ihrer alten Mutter, die nicht länger einen hinfälligen Körper ertragen, sondern nach einem erfüllten Leben selbstbestimmt in Würde sterben will. Eine aufwühlende Chronik über die letzten Monate und Tage einer ungewöhnlichen und mutigen Frau. Schon früh hatte sie ihrer Familie signalisiert, dass sie nicht bis zum bitteren Ende ausharren werde. Doch als sie dann mit 92, geistig klar, doch körperlich zunehmend gebrechlich, ihren Entschluss mitteilt, reagiert die Tochter mit einem Aufschrei ...
Im Perlentaucher:
Rezension Perlentaucher
Den ersten Satz: "Am 17. Oktober ist es soweit", sagt die Mutter im Juli zu ihren Kindern. Sie meint damit: Am 17. Oktober werde ich mich umbringen. Das Buch schildert, wie die Kinder merken, dass sie es nicht ertragen, den Termin zu kennen. Die Mutter ändert den Termin und teilt den neuen den Kindern nicht mit. Aber alle wissen jetzt, dass die Mutter fest entschlossen ist, ihrem Leben ein Ende zu machen. Noelle Chatelets "Die letzte Lektion" ist kein Roman, sondern eine Schilderung ihrer letzten Monate mit ihrer Mutter. Ein ergreifendes Buch. Obwohl Noelle Chatelet es ein wenig gar zu sehr darauf angelegt hat, ein ergreifendes Buch zu schreiben. Man spürt die Absicht, man ist verstimmt, aber man kann sich dennoch nicht wehren... Lesen Sie mehr in Arno Widmanns 'Vom Nachttisch geräumt'
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