Seit Franz Bleis "Bestiarium der Literatur" ist diese sehr ausgefallene Zoologie zu einer eigenen literarischen Gattung geworden. Said lässt das Genre wiederaufleben und hat damit ein bisweilen fast surrealistisches Panoptikum geschaffen. Mit wenigen Worten charakterisiert er seine Figuren - die vom Albatros über die Mukarina bis zur Zikade reichen - und breitet vor dem Leser eine skurrile Welt aus Sprache, Liebe und politischem Geschehen aus: den drei Themen, um die Saids Werk immer wieder kreist.
In einer Kurzbesprechung weist Stefan Weidner auf diese "kleine tierische Sternstunde der Literatur" hin. Zu Unrecht seien die Bücher des in Deutschland lebenden Iraners Said als Exilantenliteratur abgestempelt. Denn hier beschäftige sich Said humorvoll gerade mit deutschen Obsessionen, Tieren eben. Bei ihm erfährt man etwa, dass der Regenwurm "durchsichtig wird, wenn er hungert". Weidner bedauert allerdings, dass Said beim ebenfalls beschriebenen "Goldenen Kalb" ("es besitzt mehrere partner-agenturen") nicht die E-Mail-Adresse mitteilt.
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