Martin Haidinger

Von der Guillotine zur Giftspritze

Die Geschichte der Todesstrafe. Fakten - Fälle - Fehlurteile
Cover: Von der Guillotine zur Giftspritze
Ecowin Verlag, Salzburg 2007
ISBN 9783902404459
Gebunden, 222 Seiten, 19,95 EUR

Klappentext

Was sich jahrhundertelang vor staunendem, geiferndem oder erschüttertem Publikum abspielte, geschieht heute meist hinter hohen Gefängnismauern und mit Giftspritze: eine Hinrichtung. Macht es das besser? So oder so entscheidet der Staat über das Leben von Menschen. Nicht erst seit Saddam Husseins Tod durch den Strang ist die Diskussion über die Rechtmäßigkeit der Todesstrafe wieder losgebrochen. Eine packende Geschichte des brutalen Geschehens im Namen der Gerechtigkeit. Anhand unzähliger Fälle zeichnet der Journalist und Historiker Martin Haidinger die Blutspur der Justiz durch die Geschichte nach, nennt die Namen von Henkern und Opfern und gibt Einblicke in die erschütterndsten Fälle. Die Todesstrafe, das letzte staatliche Argument im Ringen um Sühne für Kapitalverbrechen, und zugleich das am öftesten missbrauchte Instrument politischer Willkür.

Rezensionsnotiz zu Frankfurter Allgemeine Zeitung, 05.10.2007

Eine Geschichte der Todesstrafe mit "kleinem Quellenapparat" und ganz ohne Max Weber anzugehen, findet Rezensent Timo Frasch mindestens gewagt. Die Absicht des Autors, anekdotisch vorzugehen, scheint er mit fortschreitender Lektüre indes immer einleuchtender gefunden zu haben. Immerhin sagt ihm so eine kuriose, wenngleich auch "nicht immer verbürgte" Geschichte, etwa aus der Zeit der Sumerer, mehr als jede Statistik, und er beginnt zu ahnen, dass die Grenzziehung zwischen Mord und Hinrichtung "oft nur eine juristische" war. Was Mörder und Opfer fühlen, vermag ihm allerdings auch Martin Haidinger nicht zu vermitteln.

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