Vorgeblättert

Margherita von Brentano: Das Politische und das Persönliche

29.04.2010. Margherita von Brentano war in den siebziger und achtziger Jahren Philosophieprofessorin an der Freien Universität Berlin. Autobiografische Notizen, Schriften, Interviews, Briefe und Gespräche mit Zeitzeugen zeichnen ein Porträt dieser unkonventionellen Intellektuellen und einstigen Heidegger-Schülerin. Lesen Sie einen Auszug aus dem Band "Das Politische und das Persönliche".
Margherita von Brentano: Das Politische und das Persönliche
Eine Collage
Herausgegeben von Iris Nachum und Susan Neiman

Wallstein Verlag, Göttingen 2010
542 Seiten, gebunden, Euro 34,90

Erscheint am 5. Mai 2010

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Klappentext: Wer war Margherita von Brentano? Der vorliegende Band zeichnet ein Portrait dieser linksintellektuellen Grande Dame. Dabei wird nicht nur Brentanos politisches Engagement in der Bundesrepublik, ihre Arbeit beim Radio und ihre akademische Tätigkeit an der Freien Universität Berlin, sondern auch ihr facettenreiches Privatleben skizziert.
Die Collage greift vor allem auf Schriften aus Brentanos Nachlass zurück, die hier zum Teil erstmals veröffentlicht werden. Neben Manuskripten zum Thema Holocaust, die Brentano in den späten 1950er Jahren für den Jugendfunk schrieb, Auszügen aus ihren philosophisch-theoretischen Vorlesungen sowie Interviews zu ihren sozialpolitischen Aktivitäten finden sich darin auch private Lebensdokumente wieder: z.B. autobiografische Notizen, die aufschlussreiche Zeugnisse der Familiengeschichte Brentano liefern, und Auszüge aus der Privatkorrespondenz. In den Briefen an Brentanos späteren Ehemann, den Rabbiner und Religionstheoretiker Jacob Taubes wird die spannungsreiche Beziehung zweier höchst komplexer Persönlichkeiten deutlich. Gespräche der Herausgeberinnen mit Weggefährten Brentanos ergänzen den Band.

Margherita von Brentano (1922-1995) war Schülerin von Martin Heidegger. In ihrem wissenschaftlichen und publizistischen Werk, aber auch in politischen Debatten und Diskussionen beschäftigte sie sich immer wieder mit der persönlichen Verantwortung für das Politische - und auch für das Unpolitische. Sie war die erste Vize-Präsidentin der Freien Universität Berlin.

Die Herausgeberinnen:
Iris Nachum, geboren 1975, promoviert derzeit an der Tel Aviv University; Mitarbeit am Minerva Institut für deutsche Geschichte;Gastdozentin für Politische Theorie am Interdisciplinary Center Herzliya, Israel.
Susan Neiman, geboren 1955, ist Direktorin des Einstein Forums. Sie studierte Philosophie bei John Rawls an der Harvard University und bei Margherita von Brentano an der FU Berlin. Danach Professorin für Philosophie an der Yale University und der Tel Aviv University.


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