Vorgeblättert

Lorrie Moore: Ein Tor zur Welt

03.03.2011. Die Kindheit auf der Farm ist vorüber, und Tassie, zwanzigjährig, ahnungslos und neugierig, geht zum Studium in die nächstgrößere Stadt und begegnet ihrer ersten Liebe und anderen Abenteuern. Lesen Sie einen Auszug aus Lorrie Moores Roman "Ein Tor zur Welt".
Lorrie Moore: Ein Tor zur Welt
Roman
Aus dem Amerikanischen von Patricia Klobusiczky und Frank Heibert

Berlin Verlag, Berlin 2011
350 Seiten, gebunden, Euro 24,00

Erscheint am 12. März 2011
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Klappentext: Wenn Tassie abends ihr Vogelkostüm anlegt und in wildem Lauf über die Kartoffelfelder stürmt, um Mäuse und andere Schädlinge zu vertreiben, hat sie ganz kurz das Gefühl, wirklich zu fliegen. Tassie Keltjin ist zwanzig Jahre alt und verlässt die elterliche Farm irgendwo im Midwest. Amerika rüstet zum Einsatz in Afghanistan und sie beginnt zu studieren, ahnungslos und rührend entflammt für Sylvia Plath und Simone de Beauvoir. Sie braucht einen Job und findet ihn als Teilzeit-Kindermädchen bei Sarah und Edward, die dabei sind, ein Kind zu adoptieren. Aus Mary, zwei Jahre, weiße Mutter, schwarzer Vater, wird Mary-Emma, Kind weißer Mittelschichteltern, und Tassie zu ihrer Hauptbezugsperson. Mit der fragilen Anmut einer Schlafwandlerin gerät Tassie in eine erste Liebe und immer tiefer hinein in das komplizierte Leben einer fremden Familie. Wie fern ihr in einem knappen Jahr die ländliche Kindheit, Eltern und Bruder gerückt sind, merkt Tassie, als sie jäh sowohl ihre Liebe als auch ihren Job verliert. Die Schlafwandlerin wacht auf und nichts ist mehr, wie es war, am wenigsten sie selbst.

Zur Autorin: Lorrie Moore wurde 1957 in Glens Falls, New York geboren. Sie lebt in Madison und lehrt Anglistik an der University of Wisconsin. Moore gehört zu den renommiertesten Autorinnen zeitgenössischer amerikanischer Literatur. Im Berlin Verlag erschien 2002 ihr legendärer Erzählungsband Was man von einigen Leuten nicht behaupten kann (BvT, 2002). Im Berliner Taschenbuch Verlag liegt außerdem vor: die Erzählungsbände Pepsi Hotel (2007) und Leben ist Glückssache (2008) sowie der Roman Die Verrückungen der Benna Carpenter (2007).

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