Vorgeblättert

Laszlo Vegel: Bekenntnisse eines Zuhälters

07.03.2011. Die "Bekenntnisse eines Zuhälters" hat Laszlo Vegel 1967 geschrieben. Die jungen Ungarn in dem Roman dieser Zeit ignorieren die erstarrte Gesellschaft, in der sie keine lebenswerte Zukunft sehen. Sie kümmern sich lieber um die wahren Dinge des Lebens: Geld und Sex. Lesen Sie einen Auszug.
Laszlo Vegel: Bekenntnisse eines Zuhälters
Roman
Aus dem Ungarischen von Lacy Kornitzer

Verlag Matthes & Seitz, Berlin 2011
254 Seiten, gebunden, ? 19,90

Erscheint am 14. März 2011

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Klappentext: Im Mittelpunkt dieses legendären ungarischen Romans steht eine Gruppe junger Freunde, die sich, statt um ihr Studium, mehr um die wahren Dinge des Lebens kümmern: um Frauen und Alkohol und vor allem um Geld. Sie lehnen die erstarrte Welt, in der sie leben, ab und begegnen der gesellschaftskonformen Betriebsamkeit mit Verweigerung. Sie haben die Unmöglichkeit jeder Revolte begriffen und sehen der Zukunft mit Unbehagen entgegen. Auch der Vorstellung von Liebe trauen sie nicht, für sie zählen nur Sex und die damit verbundenen Möglichkeiten Geld zu machen - ihre einzige Konzession an die Verhältnisse.
"Bekenntnisse eines Zuhälters" - erzählt in einem beinahe unbeschwerten, leicht melancholischen Tonfall - stellt unser inzwischen erstarrtes Bild der wilden und politischen Sechziger auf den Kopf. Das schicksalhafte Jahr 1968 - wie sah es hinter dem eisernen Vorhang aus? In seinem wilden, komischen und turbulenten Roman zeigt uns Laszlo Vegel die Welt von der anderen Seite.

Zum Autor: Laszlo Vegel, geboren 1941, lebt in Novi Sad. Als Angehöriger der ungarischen Minderheit in Serbien ist er wie Danilo Kis, Aleksandar Tisma oder Otto Tolnai einer der großen Autoren der Wojwodina. Seinen ersten Roman veröffentlichte Vegel 1967: Die "Memoiren eines Zuhälters" waren, so Peter Esterhazy, "ein Meilenstein für die moderne ungarische Literatur". Seitdem erschienen mehrere Romane und mit Preisen bedachte Essaybände sowie Theaterstücke.

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