Die Sprache tritt über die Ufer
Tagtigall 05.07.2024 Immer wieder bekomme ich in letzter Zeit von Freunden Gedichte zugeschickt. Als ob es stimmt, was Anne Carson sagt, dass die gebrochene Sprache der Dichtung uns die Welt erweitern kann. Die Poesie kann schließlich die Gesetze der Grammatik aufbrechen, Sinn und Verstand viele Schnippchen schlagen und in Bildern und Rhythmen die Grenzen von Zeit und Raum überwinden. Kann es sein, dass gerade die fragilste und offenste aller Sprachhandlungen einen solideren Grund bereitstellt für Trauer, Sprach- und Ratlosigkeit? Die Sprache tritt über die Ufer, das Denken auch. Ein Beispiel? Antjie Krog. Von Marie Luise Knott









Robert Seethaler: Die Straße
Nelio Biedermann: Lázár
Lukas Rietzschel: Sanditz
Elizabeth Strout: Erzähl mir alles