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1 Presseschau-Absatz

Magazinrundschau vom 16.07.2024 - Edupedu

Während in Deutschland bereits mit weniger Vorlesungen und mehr "Praxis" im Rahmen einer dualen Lehrerausbildung experimentiert wird (mehr hier), fordern Lehrende in Rumänien, Literatur- und Sprachwissenschaftler an der Philologischen Fakultät der Universität Bukarest, die Rückkehr zu einem vierjährigen Grundstudium für Lehramtsstudierende, wie es vor der Bologna-Bildungsreform üblich war. Wer in Rumänien ein philologisches Studium absolvieren und anschließend eine pädagogische Laufbahn einschlagen möchte, muss ein Doppelstudium abschließen für rumänische Literatur und Sprache sowie Literatur und Sprache eines anderen Landes. Als die Studienzeit auch für pädagogisch relevante Studiengänge verkürzt wurde, musste der gleiche Stoff in drei Jahren abgedeckt werden. Das richtig zu schaffen, ist völlig unrealistisch, erklärt die Literaturprofessorin und Dekanin der Fakultät Oana Fotache Dubălaru im Gespräch mit dem rumänischen unabhängigen Informationsdienst für bildungswissenschaftliche Fragen edupedu.ro. Dubălaru geht es vor allem um gut verarbeitete Kenntnisse bei den Studierenden, um gebildete und passionierte Menschen und nicht um schnell ausgebildete Fachkräfte: "Ich glaube, dass es absolut notwendig und vorteilhaft ist, das philologische Studium auf 4 Jahre zu verlängern, und dieser Vorschlag von uns wird auch von den derzeitigen Studenten unterstützt. (...) Drei Jahre Grundstudium plus zwei Jahre Master bedeuten nicht fünf Jahre kohärente Ausbildung, sondern nur drei Jahre Grundstudium, was für einen Lehrer für rumänische Sprache und Literatur mit einem intellektuellen Weitblick und Offenheit für andere Kulturen zu wenig ist."
Stichwörter: Rumänien