Zora del Buono

Hinter Büschen, an eine Hauswand gelehnt

Roman
Cover: Hinter Büschen, an eine Hauswand gelehnt
C. H. Beck Verlag, München 2016
ISBN 9783406696909
Gebunden, 174 Seiten, 18,95 EUR

Klappentext

Seit einigen Jahren gibt Vita Ostan an einem amerikanischen Ostküsten-College im Sommer einen Kurs in Journalismus. In einer exklusiven, geschlossenen Welt des Lernens und der Begegnungen - stark reglementiert und doch aufgeladen durch die Intensität des Zusammenlebens - entwickelt sich zwischen Vita und ihrem Studenten Zev eine ganz und gar ungebührliche Nähe. Es ist die Zeit der Snowden-Enthüllungen und des weltweiten NSA-Skandals und Zev zeigt sich empört über die allgegenwärtige Überwachung. Die Dozentin und Erzählerin dieser Geschichte ist mehr als doppelt so alt wie Zev. Verwirrt, beglückt, bodenlos, gegen alle Regeln und Vorschriften verstoßend, lässt sie sich auf eine unmöglich scheinende Liebe ein.

Rezensionsnotiz zu Die Welt, 22.10.2016

Paul Jandl bekommt mit Zora del Buonos Campusroman aus Neuengland eine Ödipus-Geschichte der amerikanischen Gegenwart. Wie die Autorin die Verwicklungen um Edward Snowden und die NSA mit dem Mythos verwebt, findet Jandl raffiniert. Die Dynamiken des Campuslebens, auf das der geheimdienstliche Krake im Buch übergreift, vermag ihm del Buono ebenfalls plausibel darzustellen, auch wenn hier und da das allzu Private und der Kitsch lauern, wie der Rezensent einräumt. Das Politische bringt den Text immer wieder auf Spur, meint er.
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