Yoko Ogawa

Schwimmen mit Elefanten

Roman
Cover: Schwimmen mit Elefanten
Liebeskind Verlagsbuchhandlung, München 2013
ISBN 9783954380138
Gebunden, 318 Seiten, 19,80 EUR

Klappentext

Aus dem Japanischen von Sabine Mangold. Ein Junge wird von einem ehemaligen Fahrer, der in einem ausrangierten Bus auf dem Gelände der Verkehrsbetriebe wohnt, in die Geheimnisse des Schachs eingeweiht. Der Mann hat sofort das außergewöhnliche Talent des Jungen erkannt, der am besten spielt, wenn er unter dem Schachbrett sitzt - ohne die Figuren vor sich zu haben, ohne seinem Gegner in die Augen zu sehen, die Gedanken bei einem Elefanten, mit dem er befreundet ist. Jedoch wird ihm aufgrund dieser Angewohnheit der Beitritt in den örtlichen Schachklub verwehrt. Er darf nur einen Schachautomaten bedienen, der die Gesichtszüge des berühmten Großmeisters Alexander Alexandrowitsch Aljechin trägt. Im Inneren des Automaten, eingezwängt zwischen Hebeln und Knöpfen, treibt der Junge seine Kunst zur Vollendung. Doch dann kommt es zu einem verhängnisvollen Zwischenfall.

Rezensionsnotiz zu Frankfurter Rundschau, 03.02.2014

Nicht ums Verstehen geht es laut Katharina Granzin in diesem Roman über das Schachspiel. Was die Autorin Yoko Ogawa Granzin vor allem bietet, sind poetische Analogien, etwa die zwischen dem Charakter des Schachspiels und der Persönlichkeit des Spielers. Für Granzin liegt hier der ästhetische Reiz des Buches, in der Fähigkeit der Autorin sehr intensiv innere Zustände in literarische Bilder zu übertragen. Wenn der Roman also mittels Handlungsorten Phasen des Schachspiels nachvollzieht, lässt Granzin sich darauf ein, ohne nach Interpretationsansätzen zu schielen. Ganz wie bei einem lyrischen Text, der sich selbst genügt.
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