Aus dem Englischen von Ulrike Vestring. Checkpoint Watch ist eine Organisation israelischer Frauen, die die Vorgänge an den Kontrollposten innerhalb der Palästinensergebiete und nach Israel beobachtet, in kritischen Fällen vermittelt und Rechtsverletzungen publik macht. Checkpoint Watch ist praktizierte Zivilcourage und Anwendung universeller Menschenrechte. Das Buch kombiniert Augenzeugenberichte mit der Analyse einer absurden Bürokratie, die den Palästinensern unter der Militärbesatzung ein menschenwürdiges Leben unmöglich macht. Daraus entsteht ein kritisches Bild der israelischen Gesellschaft.
Für recht gelungen hält Martin Forberg diesen Erfahrungsbericht über Israels "Checkpoints", die Kontrollposten der israelischen Armee zwischen dem Westjordanland und Israel, den Yehudit Kirstein Keshet vorgelegt hat. Er schätzt das Buch der Mitbegründerin der Frauen- und Menschenrechtsorganisation Machsom Watch als ebenso "provozierend" wie "differenziert" und zudem spannend zu lesen. Keshets Ausführungen über diese Organisation, ihre internen Konlflikte und Diskussionen, scheinen ihm ebenso instruktiv wie ihre Analysen des Systems der Checkpoints. Diese zerstörten nach Keshet die palästinensische Gesellschaft, dienten der kollektiven Bestrafung und der militärischen Überwachung der palästinensischen Zivilbevölkerung, und zerstückelten das Land, hätten mit Sicherheitserwägungen aber nichts zu tun.
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