Dass der Islam eine Weltreligion ist, die im Verlauf ihrer Geschichte eine glänzende Kultur und Zivilisation hervorgebracht hat, ist mittlerweile weiten Kreisen in der westlichen Welt bekannt. Hierzu gehört, neben Poesie und verschiedenen Wissenschaftsrichtungen, auch die Philosophie. Die großen Philosophen des Islam verdienen es, im gleichen Atemzug mit den großen Philosophen des Westens, des Abendlandes, genannt zu werden. In der Tradition, die sie begründeten, begegnen die Menschen des "christlichen" Westens wie in einem Spiegel Fragen und Antworten, die sie oftmals später stellten als die Muslime, von denen sie aber möglicherweise noch immer beunruhigt werden. Das Buch richtet sich nicht an den Fachgelehrten, sondern an den interessierten Laien, der nicht über Spezialkenntnisse in der Philosophie verfügt, sich aber für weltanschauliche und kulturhistorisch übergreifende Fragen interessiert.
Eine Gesamtdarstellung wie diese war nach Friedrich Niewöhner "schon lange überfällig". Zwar räumt er ein, dass es für eine Einzelperson ein großes Wagnis ist, sich an ein solch komplexes Thema zu begeben. Doch die Darstellung wendet sich seiner Ansicht nach weniger an Wissenschaftler als vielmehr an ein interessiertes Publikum, dass sich "ohne Fremdsprachenkenntnisse und Bibliotheksbesuche" umfassend informieren möchte. Niewöhner lobt neben der guten Lesbarkeit des Bandes vor allem die Bandbreite der hier behandelten Aspekte, wofür er auch zahlreiche Beispiele anführt. Darüber hinaus biete der Band auch eine Übersicht über weiterführende Lektüre. Besonders gefällt dem Rezensenten, dass Lerch auch über 'Zeitgenössische Zugänge zur Philosophie im Islam' spricht, was nicht nur für Intellektuelle, sondern auch für Politiker interessant sein dürfte, wenn sie islamische Länder besuchen, findet Niewöhner.
Ludwig Watzal lobt den Autor, FAZ-Redakteur Wolfgang Günter Lerch, als "Kenner der Welt des Islam", der die "nicht gerade einfachen Gedankengänge" islamischer Philosophen auch für Laien verständlich beschreibe. Da Watzals Rezension nur Klappentext und Inhaltsverzeichnis des Buchs wiedergibt, ist das Lob nicht viel wert. Der Besprechung läßt sich jedenfalls nicht entnehmen, ob der Rezensent das Buch gelesen hat.
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